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Karl Heinz Koller

Biographie

geboren: 1943 in: Ötz in Tirol verstorben: 1995
 

Geboren 1943 in Ötz, Tirol, gestorben 1995 in Wien.
Koller kam 1962 nach Wien um Ethnologie und Psychologie zu studieren, hat aber dann sein Diplom für Graphik an der Universität für angewandte Kunst gemacht. Seit 1973 war er selbständiger Photograph und Graphiker.
In dem linken Umkreis der vor 68er in Wien, der WG’s und Künstlerateliers war Koller eine aufrechte Person, die stets gegen alles Unrecht gesprochen hat, insbesondere hat er sich damals für die Palästinafrage engagiert.
Künstlerisch hat er sehr rasch die Strömungen der damaligen Avantgarde verstanden und für seine Entwicklung einsetzen können. Insbesondere wurde er mit seinen Filmen und audiovisuellen Performances auch international bekannt, Zusammenarbeit gab es mit VALIE EXPORT und eine langjährige mit Peter Hassmann.
Seine wichtigsten Arbeiten im Film sind nach meiner Meinung „Einsteins Traum“ 16 mm,
32 min, 1979 und „Lightspeed“ 16 mm, 4 min, 1985.
Seine Studio-Experimente in den 80er und frühen 90er Jahren, die ich selbst erleben durfte, waren in Richtung einer Art Gesamtkunstwerk ausgerichtet, in dem Multi-Media, sich drehende Spiegel-Maschinen und Musik die wichtigsten Beiträge waren, vielleicht von seiner großen Zuwendung zum Buddhismus getragen.
Karl Heinz Koller war eine singuläre Erscheinung, die sich dem sogenannten Kulturleben in dieser Stadt entzogen hatte, aber die Anerkennung seiner Arbeit durch die Secession, die Austria Filmmakers Cooperative und nicht zuletzt durch uns sollte die Erinnerung an ihn wach halten.
(Hermann J. Hendrich)


Er lebte von 1962 bis zu seinem Tod 1995 in Wien,
studierte Psychologie und Ethnologie von 1962 bis 1965 und an der Akadmie der Bildenden Künste ab 1965 (Graphik)
Er beschäftigte sich intensiv als Fotograf (Industrie- und Werbefotografie). Seit 1973 arbeitete er als freischaffender Fotograf und Grafiker.
Karl Heiz Kollers Arbeit umfaßt Werke in den Bereichen Fotografie, Film und Video, Multimedia-Events, Installationen und Literatur.

Preise
für den Film “Einsteins Dream”: Theodor Körner-Preis 1979
Und Preis der Jury, ‘Festival of Film’, Paris 1980

Mitarbeit bei zahlreichen Filmproduktionen


Mitgliedschaften:
Secession Wien
Austrian Filmakers Coop (AFC)
Grazer Autorenversammlung


 

Publikationen

  • 1978 Kodak Austria Kalender, International Award
  • 1979 Mobil Austria Kalender, International Award
  • 1983 100-Year-Calendar ITT Austria
  • 1983/84 Bild und Text für ‘Downtown’, Kunst Magazin Wien
  • 1989 Image/Text-contribution in ‘Mobil Forum’, 4/89 Vienna
  • 1990 “Hundertwasserhaus Wien”, Paperback TB

 

Filmografie:

  • 1978 Bericht einer versteckten Realität (Record of a Hidden Reality
  • 1979 Einsteins Traum (Einsteins Dream
  • 1982 Electric Universe
  • 1983 Veils
  • 1983 Grid
  • 1984 Spacetime Diagrams - A Venture into Relativity
  • 1984 Implications
  • 1985 Lightspeed
  • 1992 Die Mitte der Dinge (The Center of Things)