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Hilde Spiel

Biographie

geboren: 19.10.1911 in: Wien verstorben: 30.11.1990
 

Hilde Spiel (1911-1990) war eine der vielseitigsten Schriftstellerinnen und Essayistinnen des 20. Jahrhunderts, die "Grand Dame der Österreichischen Literatur" (Neue Zürcher Zeitung), deren Werk und Wirken sich auf nahezu alle Genres erstreckte. Ihre intellektuelle und existentielle Biographie steht in enger Korrespondenz zu den großen, dramatischen Ereignissen und Brüchen des 20. Jahrhunderts. Der Glanz des alten Österreich schimmert in vielen Texten durch, vor allem in jenen, die sich mit dem Thema der Assimilation und Integration zugewanderter jüdischer Familien (Arnstein, Eskeles u. a.) in Wien auseinandersetzen und Fragen der Koexistenz und des Antisemitismus nachgehen. Zugleich vermittelt Hilde Spiels Werk die Trauer über den Niedergang bzw. die Exilierung einer Kultur, die in den 20er und frühen 30er Jahren die Autorin tief mitgeprägt hat: die Wiener Moderne in all ihren Facetten von der Literatur über die Musik hin zur Philosophie (Wiener Kreis) sowie die Errungenschaften des "Roten Wien". Schon in ihrem ersten Roman "Kati auf der Brücke" (1931) zeichnete Spiel das individuelle Lebensgefühl der Figuren als mit den großen Fragen der Zeit verknüpft. Sie legt damit einen Text vor, in dem unaufdringlich Möglichkeits- und Handlungsräume ausgelotet, beschritten und verworfen werden. (aus: www.literaturepochen.at/exil/)


 

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