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bka Wien Kultur

2013

Kein Literaturmuseum auf unsere Kosten
 
Die Einrichtung eines Literaturmuseums im Grillparzerhaus, die umfangreiche Umbauarbeiten in der Höhe von 2,64 Millionen Euro aus dem Kulturministerium und 2,8 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsministerium erfordert, und zu dessen Betrieb die aus dem Kulturministerium kommend  e Basisfinanzierung der für das Literaturmuseum zuständigen Österreichischen Nationalbibliothek um 850.000 Euro im Jahr aufgestockt werden soll, scheint uns angesichts der prekären Bedingungen, unter denen die meisten österreichischen Autorinnen und Autoren arbeiten und leben sowie den angekündigten Vorhaben des Literaturmuseums, obszön. 

=> ganzen Aufruf lesen
 
(Dezember 2013)
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Einrichtung eines Überbrückungshilfefonds für unsere ukrainischen Kolleginnen und Kollegen
 
Aufgrund der aktuellen politischen Lage in der Ukraine hat der Autor Juri Andruchowytsch seinen für Dezember 2013 vorgesehenen Schreibaufenthalt als „Writer in Residence“ in Krems/Stein nicht angetreten. Er ist in der Ukraine geblieben, um sich wie Abertausende am Unabhängigkeitplatz in Kiew für die Demokratie einzusetzen. Juri Andruchowytsch hat dadurch sein Aufenthaltsstipendium in Österreich eingebüßt und er kann auch seine täglichen Tätigkeiten als Schriftsteller nicht wahrnehmen, um Geld zu verdienen.

Er hat sich gegen eine ihm sichere ruhige bezahlte Schreibphase im behaglichen Atelier entschieden, um gemeinsam mit anderen in der atmosphärisch wie temperaturbedingten Kälte auszuharren. Er und die anderen unserer Kolleginnen und Kollegen, die sich in der ukrainischen Demokratiebewegung an Ort und Stelle am Unabhängigkeitsplatz engagieren, leisten ihren Einsatz auf eigene Kosten ohne jede Rückversicherung.

Es gibt keine Streik- oder Unterstützungsfonds für Autorinnen und Autoren, wenn sie für gesellschaftliche Ziele der Allgemeinheit eintreten und ihnen deshalb die Ausübung ihrer Tätigkeit nicht möglich ist, weder in der Ukraine noch sonst wo. Wir wollen sie deshalb in ihrem persönlichen Einsatz für ihr Land und die Menschen in ihrem Land unterstützen und haben dazu einen Fonds eingerichtet, der ihnen beim Durchstehen ihrer schwierigen Lage helfen soll.

Mieten und die Rechnungen für Energiekosten werden weiter fällig, auch wenn man die meiste Zeit im Freien und in Zelten am Unabhängigkeitsplatz in Kiew verbringt.

Spenden können an folgende Bankverbindung entrichtet werden:

Bank Austria / UniCredit
Kontonummer: 1000 553 5553
Kontowortlaut: Sylvia Treudl / Solidaritätskonto Juri Andruchowytsch
IBAN AT 4712000 1000 553 5553
BIC BKAUATWWXXX
(17.12.2013)
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 Zum Nachlesen - Texte aus dem kulturpolitischen Arbeitskreis vom 18.10.2013

(20.10.2013)

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Laut Generalversammlungsbeschluss vom 19.10.2013 fordert die Grazer Autorinnen Autorenversammlung die sofortige Rücknahme der Kündigung von Christian Diaz.
Wird die Kündigung nicht zurückgenommen, verlangen wir die Lösung des Vertrages zwischen den Bundestheatern und G4S.

für die Generalversammmlung
Petra Ganglbauer (Präsidentin), Ilse Kilic (Geschäftsführung), Magdalena Knapp-Menzel (Büro)
(20.10.2013)

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Die Gav schließt sich der folgenden Forderung der IG Autorinnen Autoren an:

Wir brauchen ein eigenes Kunst- und Kulturministerium


Wir haben die Lehren aus der Bildungsdebatte, den schulpolitischen Auseinandersetzungen und den Verhandlungen um ein neues Lehrerdienstrecht gezogen. Kunst und Kultur haben in einem gemeinsamen Ministerium mit Unterricht keinen Platz. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Ho-Ruck-Aktionen ersetzen ein geplantes Vorgehen, der Rest ist Weiterverwaltung.

Wir brauchen kein Ministerium zur Weiterverwaltung der Angelegenheiten der Kunst und Kultur, das erledigt die Kunstsektion in hervorragender Weise, wir brauchen ein Ministerium, das sich den brennenden Fragen der Kunst und Kultur widmet. Wir brauchen ein Kunst- und Kulturministerium, in dem es Raum für Entwicklung gibt, das Gestaltung erlaubt, mit dem Kulturpolitik möglich ist. Die Einbindung der derzeit auf mehrere Ministerien verstreuten Agenden in ein Kunst- und Kulturministerium befürworten wir, allem voran die jetzt im Justizministerium angesiedelte Zuständigkeit für das Urheberrecht, ein Staatssekretariat für Kunst und Kultur lehnen wir ab.   

Gerhard Ruiss (Autor), Arno Kleibel (Verleger), Anna Mitgutsch (Autorin), Paul Mühlbauer (Bildhauer), Klaus Zeyringer (Literaturwissenschaftler), Helmuth Schönauer (Schriftsteller, Bibliothekar), Sibylle Fritsch (Journalistin), Josef Schützenhöfer (Maler), Gustav Ernst (Schriftsteller), Nils Jensen (Autor, Publizist), Christine Haidegger (Autorin), Robert Renk (Buchhändler, Kulturveranstalter), Karin Fleischanderl (Übersetzerin, Autorin, Kritikerin), Anita Pollak (Journalistin), Sylvia Treudl (Autorin, Kritikerin, Literaturhausleiterin), Ulrike Truger (Bildhauerin), Klauds Amann (Literaturwissenschaflter), Heinz Lunzer (Literaturwissenschaftler), Wolf Käfer (Autor) ...
(07.10.2013)

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Am 31. August, 9 Uhr, wurde Rolf Schwendter am Baumgartner Friedhof beigesetzt

Die GAV trauert um ihren Präsidenten Rolf Schwendter, der am 21. Juli verstorben ist.

ROLF SCHWENDTER TOT!

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um ihren langjährigen Präsidenten, den Lyriker, Liedermacher, Essayisten und Subkulturforscher, den emer. o. Univ. Professor DDDr. Rolf Schwendter, der an der Kasseler Universität und Gesamthochschule im Bereich Devianzforschung jahrzehntelang tätig war.

In seinem belletristischen Wirken wie im wissenschaftlichen äußerst vielseitig und aktiv – wie viele Arbeitskreise rief er nicht ins Leben! – war er gerngesehener Gast in etlichen Diskussionsrunden zu mannigfachen Themen. Rolf Schwendter,der das 1. Wiener Lesetheater mitinitiierte, war an etlichen Produktionen mitbeteiligt, organisierte sehr viele selbst.

In Erinnerung wird er ebenso als bedachter Auswählender der Mitwirkenden der jährlichen „Lyrik im März“-Veranstaltungen der GAV bleiben.

Daß er ein begeisterter Koch war, schlägt sich auch in Büchern dieses Bereichs nieder

Am Sonntag, dem 21. Juli, spätnachts, starb er in Kassel völlig unerwartet und plötzlich knapp vor Vollendung seines 74. Lebensjahres.
(Gerhard Jaschke)

-> Nachruf in der Wiener Zeitung (Gerald Jatzek)
(22.07.2013, Update 01.09.2013)

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Stellungnahme der Grazer Autorinnen Autorenversammlung gegen die Auslieferung Edward Snowdens an die USA sowie zum Grundrecht auf Datenschutz

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung fordert von der Europäischen Union, Edward Snowden nicht an die USA auszuliefern, sondern ihn vor Verfolgung zu schützen und ihm – falls ihm ein politisches Asyl juristisch nicht zuerkannt werden kann – einen anderen Aufenthaltsstatus anzubieten.
Im Kampf gegen Terroristen die Freiheit zu verteidigen, indem die Freiheit preisgegeben wird, heißt vor dem Terrorismus zu kapitulieren.
Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung fordert deshalb vom Staat, unsere Grundrechte, unsere Freiheit und unsere Sicherheit zu schützen. Im Lichte der neuen Erkenntnisse muss die Vorratsdatenspeicherung neu bewertet und wieder außer Kraft gesetzt werden, denn wenn die Geheimdienste jede Möglichkeit nutzen, unsere Daten zu sammeln, gilt es sparsam und vorsichtig mit jeder Speicherung umzugehen.
Die Europäische Union muss die Daten ihrer unbescholtenen Bürger schützen. Vor fremden Geheimdiensten, aber auch vor den Geheimdiensten der Mitgliedsstaaten. So wie das Briefgeheimnis ein Grundrecht ist, das in einem Rechtsstaat die Privatsphäre des Individuums sichern soll, gilt es nun auch für die elektronischen Medien neue Regelungen zu schaffen, die dem Artikel 12 der Allgemeinen Menschenrechte entsprechen. Denn hier heißt es unmissverständlich: "Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen."
(Juli 2013)

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Stellungnahme der Grazer Autorinnen Autorenversammlung zur Diskussion um Einsparungen im Kunst- und Kulturbereich seitens des ORF

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung fordert den ORF auf, seinen Kultur- und Bildungsauftrag ernst zu nehmen und zu erfüllen. Gegen die geplanten Einsparungen im Bereich von Kunst und Kultur zu protestieren, ist uns allerdings zu wenig. Wir verlangen vom öffentlich rechtlichen Rundfunk, stattdessen mehr Mittel für Kunst und Literatur einzusetzen. Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung macht darauf aufmerksam, dass zeitgenössische Literatur ebenso wie andere Kunstsparten abseits des breiten Konsens nur mehr ein Randprogramm darstellen bzw. kaum bis gar nicht zur Darstellung kommen. Der ORF als öffentlich rechtlicher Rundfunk darf nicht allein der Logik der Quoten folgen und hat die Fülle und Vielfalt des Kunstschaffens sichtbar zu machen.
(27.06.2013)

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Wir fordern Freiheit und Demokratie!

Drei Menschen wurden in der Türkei getötet, tausende Menschen verletzt. Menschen, die in ihrer Heimat für Demokratie und Mitsprache protestieren. Der türkische Premier Erdo?an lässt die Sicherheitskräfte hart durchgreifen und verkündet das Ende der Toleranz.

Dazu können wir nicht schweigen.

Wir verurteilen die Vorgangsweise des türkischen Premiers. Sein Befehl, gegen die Demonstranten mit Tränengas und gepanzerten Fahrzeugen vorzugehen und mit diesen Stellung zu beziehen, entspricht einer Kriegserklärung gegenüber dem eigenen Volk. Das Gerichtsgebäude in Istanbul zu stürmen und 49 Anwälte festzunehmen, die sich mit ihren Kollegen versammelt hatten, um gegen den Polizeieinsatz am Taksim-Platz zu protestieren, ist ein Angriff auf Freiheit und Demokratie.

Der Angriff gegen die Demonstranten ist auch ein Angriff gegen die Freiheit des Wortes.

Mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten müssen wir Stellung beziehen. Wir sagen NEIN gegen die Beschneidung der Freiheit des Wortes, wir sagen NEIN gegen die brutale Niederschlagung der Massenproteste und Missachtung der Meinungsäußerung einer großen Bevölkerungsgruppe.

Schreibt Eure Gedanken in Form von Kurzprosa oder Gedichten und schickt diese an mineozer.den(at)taksimplatformu.com

Die Autorinnen und Autoren stimmen ausdrücklich zu, dass die von ihnen eingesendeten Texte teilweise oder vollständig im Rahmen dieser Kampagne, die eventuell noch weitere Aktionen mit sich bringt, veröffentlicht und verwendet werden dürfen.
(14.06.2013)

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Die GAV trauert um Ernst Kostal der am 22. April 2013 verstorben ist.

Die Verabschiedung findet am 2. Mai 2013 um 9:00 am Friedhof Hietzing, 1130 Wien, Maxingstraße 15 an der Grabstelle Gr.66 R.16 Nr.15 statt.
(23.04.2013)

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Nimm Dir frei, am 8. Mai!

Machen wir den Tag der Befreiung zum freien Tag und zum ersten echten Demokratiefeiertag in Österreich!

1945 haben die alliierten Armeen die Konzentrations- und Vernichtungslager befreit, die nationalsozialistische Machtherrschaft zerschlagen und damit die Gründung der freien, demokratischen Republik Österreich ermöglicht!

Dennoch war Österreich auch noch nach 1945 ein von NationalsozialistInnen durchsetztes Land. In vielen Funktionen hatten sie sich wieder etabliert. Viele hatten und einige haben noch immer Schwierigkeiten damit, die Niederlage der Nazis als unser aller gesellschaftlichen Sieg anzuerkennen. Ewiggestrige hielten am 8. Mai am Wiener Heldenplatz immer wieder ihr „Heldengedenken“ ab und betrauerten den „verlorenen Krieg“. Inzwischen hat sich jedoch eine neue Feier- und Gedenkkultur und ein neues Bewusstsein entwickelt: Wir feiern den 8. Mai als Tag der endgültigen Niederlage der Nazis und als Tag der Befreiung Österreichs! Wir feiern, dass mit diesem Tag der Weg für die Demokratisierung Österreichs geebnet wurde!

Damit wir uns gemeinsam freuen, gemeinsam entspannen, gemeinsam feiern können, machen wir den 8. Mai 2013 erstmal zum freien Tag: Nehmen Sie sich frei und feiern Sie mit uns die Niederlage des Nationalsozialismus und den Beginn der 2. Republik  Österreichs!

Wir werden durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen auf der Strasse auch Gelegenheit geben diesen Tag inhaltlich sinnvoll zu nutzen.

Den Abschluss bildet das große Konzert der Wiener Symphoniker am Wiener Heldenplatz!

Mehr Informationen auf: www.jetztzeichensetzen.at
(11.04.2013)

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Bernhard Kathan: 63,69 | Zur niedrigen Lebenserwartung von Schriftstellern

„Gleichentags ist auch dein Brief angekommen mit deinen Überlegungen zur Pensionierung österreichischer Autoren. Da wäre ich also - als österreichischer Autor, und als Mensch, der sich nicht ungern im Durchschnitt verbirgt - schon tot. Mal abgesehen davon, dass dies ein sehr grosszügiger Beitrag an dieses Sozialwerk wäre (immer einzahlen, nie beziehen), bin ich mir auch nicht so sicher, ob das ein grosses Unglück wäre. Eine Empfindung, die ich keinesfalls weiter empfehle.“
Franz Dodel, 14/03/13

In letzter Zeit häufen sich Tode von Freunden, unter ihnen vor allem Schriftsteller und Künstler. Da ich seit langem Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung bin, machte ich mir die Mühe anhand der Liste ihrer verstorbenen Mitglieder die durchschnittliche Lebenserwartung von Autoren und Autorinnen auszurechnen. Diese liegt im Augenblick bei 63,69 Jahren, also deutlich unter jener der Gesamtbevölkerung, die bei Männern 75,5, bei Frauen 81,5 Jahre beträgt. Meine Statistik kennt gewisse Unschärfen. Ich habe dazu alle Todesfälle von Mitgliedern herangezogen. Während wir es hier mit einem Zeitraum von 29 Jahren zu tun haben, wird die durchschnittliche Lebenserwartung üblicherweise nach den Sterbestatistiken eines Jahres berechnet. Dann lässt sich die durchschnittliche Lebenserwartung einzelner Berufsgruppen nur bedingt mit jener der Gesamtbevölkerung vergleichen, fehlen doch etwa Jugendliche, die bei Verkehrsunfällen zu Tode kamen. Wirklich vergleichen lassen sich nur Berufsgruppen. Man muss also Statistiken heranziehen, die Auskunft über die durchschnittliche Lebenserwartung von Bäckern, Automechanikern, Krankenschwestern oder Beamten geben....

⇒ zum ganzen Artikel

(03.04.2013)

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Die GAV trauert um Eva Scala, die am 17. Februar 2013 im 70. Lebensjahr verstorben ist.
(18.02.2013)

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Solidaritätserklärung

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung erklärt sich solidarisch mit den Anliegen der Refugees in der Votivkirche.
Menschenrechte müssen für ALLE Menschen gelten. Damit ist alles gesagt. Nun fordern wir die Verantwortlichen auf, endlich in diesem Sinne zu handeln.
(11.02.2013)

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