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bka Wien Kultur

MITGLIEDER

Text von:
Eberhard Haidegger

ESSKULTUR

In einem Laubwald stand ein Schneckenhaus, darin wohnten zweiundzwanzig Schnecken. Einundzwanzig Schnecke krochen jeden Morgen heraus. Ein Schneck mußte das Haus hüten. Er war der älteste Schneck und kroch schon sehr langsam.
Die anderen Schnecken brachten am Abend dem Schneck etwas zu fressen mit. Grüne Blätter und würzige Kräuter, aus denen sich der Schneck einen gemischten Salat mischte. Den Salat fraß der Schneck zum Abendessen. Er freute sich immer schon seit dem Morgen auf den Salat. Nebenbei hütete er das Haus. Ihm gefiel das Freuen. Schnecken freuen sich langsam.
Manchmal war auch eine Überraschung bei den grünen Blättern. Einmal war es ein Stück Zeitungspapier, daran las er tagelang. Schnecken lesen sehr langsam.
Es war ein Schneckenrezept. Der Schneck konnte nicht glauben, daß er eine Delikatesse war. Das Rezept ging ihm nicht aus dem Kopf. Gern hätte er es ausprobiert. Er dachte lange nach. Schnecken denken sehr langsam.
Einmal zu schmecken, wie man selber schmeckt. Einmal etwas anderes als Salat...