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Friedrich Achleitner

Biographie

geboren: 23.05.1930 in: Schalchen verstorben: 27.03.2019
 

APA Nachruf von derstandard.at

Architekturkritiker und Sprachkünstler Friedrich Achleitner gestorben 27. März 2019, 12:25 posten Achleitner, als dessen Lebenswerk die mehrbändige Dokumentation "Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert" gilt, starb im 89. Lebensjahr Wien – Friedrich Achleitner, Doyen der österreichischen Architekturkritik und einer der Hauptvertreter der Konkreten Poesie, ist tot. Wie der Zsolnay-Verlag gegenüber der APA bekanntgab, verstarb er heute, Mittwoch, im 89. Lebensjahr in Wien. Achleitner, der Architektur studiert, aber nie gebaut hat, ging gemeinsam mit unter anderem H. C. Artmann und Oswald Wiener als "Wiener Gruppe" in die Literaturgeschichte ein. Gemeinsam mit weiteren Kollegen wie Gerhard Rühm und Konrad Bayer zettelte er Ende der 1950er-Jahre eine sprachexperimentelle Revolution an. Sein Lebenswerk in Sachen Architektur, die mehrbändige Dokumentation "Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert", vollendete der wortmächtige, architekturbesessene Publizist kurz nach seinem 80. Geburtstag. foto: corn Friedrich Achleitner im Jahr 2015. "Der Achleitner", wie die ausführliche Dokumentation unter Architekten heißt, machte den Architekturhistoriker zur kritischen Instanz. An seinem Opus magnum, der umfassenden aktuellen Bestandsaufnahme der heimischen Architektur, arbeitete er seit 1965. Zu seinen wichtigsten literarischen Werken zählen u. a. "schwer schwarz" (1960) und der 1973 erschienene "quadratroman". (APA, 27.3.2019) - derstandard.at/2000100306348/Architekturkritiker-und-Sprachkuenstler-Friedrich-Achleitner-gestorben

 

Studium der Architektur 1950-53, Diplom an der Meisterschule Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste in Wien
Meisterschule Emil Pirchan, Bühnenbild

Ab 1953
Freischaffender Architekt, Zusammenarbeit mit Johann Georg Gsteu. Wichtigste Arbeit dieser Zeit ist die Modernisierung der Rosenkranz-Kirche in Wien.

1958 wird Achleitner freier Schriftsteller. Als Mitglied der legendären "wiener gruppe" (Konrad Bayer, Gerhard Rühm, Oswald Wiener) schreibt er Dialektgedichte und konkrete Poesie und wirkt an Aufführungen des "literarischen cabarets" mit.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen.


 

Publikationen

  • wiener linien

Verlag: Zsolnay, Wien 2004

  • einschlafgeschichten.

Verlag: Zsolnay 2003

  • quadratroman.

Verlag: Luchterhand, Neuwied 1973

  • prosa, konstellationen, montagen.

dialektgedichte, studien.

Verlag: Rowohlt, Reinbek 1970

  • hosn rosn baa

Dialektgedichte mit H.C. Artmann und Gerhard Rühm

Verlag: Frick, Wien 1959