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bka Wien Kultur

MITTEILUNGEN

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung unterstützt die Forderungen an die kommende Regierung der IG Autorinnen Autoren

Kunst und Kultur: Unser Koalitionsprogramm

 
Angesichts der anstehenden Regierungsverhandlungen legen wir, Kunst- und Kulturschaffende, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihre Interessensvertretungen, unser Koalitionsprogramm vor. Es enthält die Mindestanforderungen an das Kunst- und Kulturprogramm der Regierung für die nächsten fünf Jahre. Kunst- und Kulturpolitik muss sich in konkreten Maßnahmen ausdrücken, die im Regierungsprogramm festgehalten und in der Folge umgesetzt werden, sie kann sich nicht in Bekenntnissen erschöpfen.
 
Für eine Kunst- und Kulturpolitik
 
– die verlässliche Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturschaffende gewährleistet. 
– Kunst und Kultur als Mittel der Auseinandersetzung und Verständigung begreift.
– den gleichberechtigten Umgang mit allen Beteiligten garantiert.
– Zugänge und Teilnahme für alle ermöglicht. 
 
 
Wir fordern:
 
1. Ein eigenständiges Bundesministerium für Kunst, Kultur und Medien, inklusive Auslandskultur und Urheber/innen/recht.
2. Einrichtung einer ständigen Arbeitsplattform zwischen den Ressort-Verantwortlichen für Kunst, Kultur und Medien und der Kunst- und Kulturszene mit mindestens vier Terminen im Jahr.
3. Förderungsoffensive für Kunst und Kultur mit Fokus auf Kunst- und Kulturschaffende, freie Kunst- und Kulturproduktion, Kunst- und Kulturinitiativen und ihre Interessenvertretungen.
4. Jährliche Valorisierung der Kunst- und Kulturförderungsmittel und der Kunst- und Kulturförderungen.
5. Besetzung von Beiräten und Jurys ausschließlich nach sachlich-inhaltlichen Gesichtspunkten mit Einspruchsmöglichkeit der Interessenvertretungen.
6. Mehrjährige Förderverträge für alle Einrichtungen, deren Tätigkeit sich über ein Kalenderjahr erstreckt.
7. Kostenwahrheit bei Förderhöhen durch Einhaltung sozialer und wirtschaftlicher Mindest-Standards für Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter (Fairpay).
8. Durchgängige und durchlässige kulturelle und künstlerische Bildung vom Kindergarten bis zur universitären Ausbildung.
9. Grundlegende Verbesserung der sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden und Reform des Künstler/innen-Sozialversicherungsfonds.
10. Schaffung eines Urheber/innen-Vertragsrechts inklusive Gesamtvertragsfähigkeit für Berufsvereinigungen. Faire Vergütung von Urheber/inne/n und ausübenden Künstler/inne/n.
11. Sicherung der Medienfreiheit und -vielfalt, insbesondere der Unabhängigkeit des ORF, des öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Kulturauftrags und des nicht-kommerziellen Mediensektors.
12. Einhaltung internationaler Verpflichtungen, insbesondere bei der Umsetzung von UNESCO-Konventionen in nationales und EU-Recht, auch gegenüber Kunst- und Kulturschaffenden aus Drittstaaten.
(10.10.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Elisabeth Netzkowa,

die am 10.09.2019 im 97. Lebensjahr verstorben ist.

Die Trauerfeier findet am 03.10.2019 um 10:30 Uhr in der Feuerhalle Wien Simmering statt, die Urnenbestattung am 09.10.2019 um 10:00 in der Halle 3 des Wiener Zentralfriedhofs (Eingang 3).

Nachrufe sind auf der Homepage des Instituts für Slawistik verlinkt.
(18.09.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich dem Protest gegen die Demontage des Kunst-, Kultur- und Bildungsressorts in der EU der IG Autorinnen Autoren an

Die Zukunft Europas? – Die Abschaffung von Bildung, Kunst und Kultur
Widerstand gegen die Demontage der Kunst-, Kultur- und Bildungsaufgaben in der EU

Wir protestieren mit allem Nachdruck gegen die Umwandlung der Zuständigkeit des bisherigen EU-Kommissars für „Bildung, Kultur, Jugend und Sport“ in ein Ressort für „Innovation und Jugend“. Kultur und Bildung verschwinden damit nicht nur aus dem Namen des EU-Kommissars bzw. der EU-Kommissarin und werden aus dem Bewusstsein der Menschen gelöscht, sie werden auch als Aufgaben aufgegeben oder so verwässert, dass sie nur noch als Leerformeln weiterbestehen. Deutliche Indizien dafür finden sich in den Verweisen auf das künftige Handeln der EU-Kommissarin, das sich v.a. auf neue Perspektiven für die junge Generation und auf die Förderung der Kreativwirtschaft konzentrieren soll.

Alle einzelnen Mitgliedsstaaten und auch die EU haben die UNESCO-Konvention für kulturelle Vielfalt unterzeichnet und sich damit völkerrechtlich verpflichtet, Kultur und Kunst einen herausragenden Stellenwert einzuräumen, vom Abschluss von Handelsverträgen bis zur Vorzugsbehandlung von Kulturschaffenden und -dienstleistungen aus Drittstaaten des globalen Südens. Die EU selbst räumt der Kultur eine Sonderstellung ein, die u.a. den festen Ladenpreis bei Büchern, Subventionierungen von Kunst und Kultur und Gebühren für öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehprogramme garantiert – das alles reicht nicht, um Kunst, Kultur und Bildung im Namen einer zuständigen Kommissarin zu führen und mit den entsprechenden Aufgaben auszustatten?

Wir fordern die sofortige Umbenennung der EU-Kommissarin auf „Bildung, Kunst, Kultur, Jugend und Sport“ mit Schwerpunktsetzung auf Kunst, Kultur und Bildung, und zwar deutlich mehr als bisher, weil die Anstrengungen in diesem Bereich trotz Subsidiarität schon bisher eher bescheiden als ambitioniert waren.
(17.09.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung weist auf die Einspruchsmöglichkeit gegen den Funkhaus-Widmungsplan hin

Im Funkhausverkauf und bei der Absiedelung von Ö1 stehen entscheidende Schritte bevor. Die Stadt Wien beschäftigt sich mit der Widmung des Areals und gibt bis zum 27. September 2019 die Möglichkeit zur Einsicht in die Planung. Hier sind detaillierte Informationen dazu zu finden:

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/8263.html

Bis zu diesem Datum ist es möglich, Einsprüche zu formulieren, welche Auswirkungen die Absiedelung von Ö1 und der Verkauf und die Verbauung des Areals auf die Stadt und auf uns haben.

Stellungnahmen sind jedem/jeder österreichischen Staatsbürger/in und jeder Einrichtung möglich, auch mit Wohnsitz oder Sitz im Ausland.

Es gibt ein Onlineformular der Stadt Wien, mit dem man den Einspruch an die Stadt Wien richten kann.
Diese ist hier zu finden.
(17.09.2019)
 

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung unterstützt den Aufruf Spielt Artmann! der IG Autorinnen Autoren

Spielt Artmann!
Aufforderung an das ORF-Landestudio Wien, seinen Auftrag einzulösen

Nach H. C. Artmann ist einer der höchsten Literaturpreise der Stadt Wien benannt, ein Platz in Salzburg, ein Park im 14. Wiener Gemeindebezirk, er ist Träger des Großen Österreichischen Staatspreises, vieler weiterer höchster in- und ausländischer Auszeichnungen und er erhielt ein Ehrengrab in Wien. All diese Anerkennungen seiner Leistungen genügen dem ORF-Landestudio Wien anscheinend nicht, um anlässlich seines bevorstehenden 20. Todestages und 100. Geburtstages eine Filmdokumentation über seine Präsenz und Erinnerungen an ihn in seinem Wohnbezirk und Ausgangspunkt für seine große literarische Karriere für angemessen zu halten.

Einem diesbezüglichen Vorschlag des Wiener Regisseurs und Filmemachers Martin Polasek mit dem Ansatz, was von H.C. Artmanns großem Erfolg von „med ana schwoazzn dintn“ in seinem bzw. ihrem Heimatbezirk aufzufinden ist, wurde von der Direktion des ORF-Landesstudios Wien beschieden: „HC Artmann war in den 60ern äußerst populär (...) Aber das ist schon sehr lange her und Lyrik heute lange nicht mehr so beliebt wie damals. Deswegen sind wir der Ansicht, dass Thema und Person nur mehr für Liebhaber, also eine recht kleine Gruppe, relevant sind.“

Die Absage des ORF Landestudio Wien an H. C. Artmann und an die Lyrik ist von einer Abschätzigkeit, dass es einem die Sprache verschlägt. Wir verlangen den umgehenden Widerruf dieser unfassbaren Äußerungen des ORF Landesstudios Wien gegenüber diesem großen österreichischen Dichter, seinem Werk und dessen Wirkung sowie der Lyrik generell. Wozu sind ORF-Landesstudios da, wenn sie nicht ihren Auftrag wahrnehmen, auf kulturelle und landschaftliche Eigenheiten, Ereignisse und besondere Anlässe in ihren jeweiligen Regionen einzugehen?

Wir fordern das ORF-Landesstudio Wien dazu auf, H. C. Artmann zu spielen – im Fernsehen wie im Radio und nicht nur zu Jubiläen – sowie in seinem Programm ständige Literatursendungen mit Lyrikanteilen vorzusehen, die solche von Ignoranz und Unwissen gekennzeichneten Umgangsformen von vornherein verhindern. Wir fordern das ORF-Landesstudio Wien dazu auf, seinem Auftrag nachzukommen und Programmvorschläge wie den von Martin Polasek nicht mit Vermarktungslogik abzuschmettern, schon gar nicht schon gar nicht diejenigen zu besonderen Anlässen und über herausragende Vertreter/innen der österreichischen Literatur. Wir verbitten uns darüber hinaus jede abschätzige Behandlung und Bewertung H.C. Artmanns und der Lyrik generell durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
(12.07.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung unterstützt den Aufrauf Pay the artist now! Chancengleichheit, Gendergerechtigkeit im Literaturbetrieb der ig feministische autorinnen

Forderungen/Lösungsansätze basierend auf den Studien L&R und Co aus den Jahren 2018 - Ein Update der Studie ‚Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich‘ und 2008 ‚Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich‘, sowie einer kurzfristigen Umfrage unter Literatinnen / Autorinnen / Schriftstellerinnen nach dem Int. Symposium FREIE SZENE - FREIE KUNST im Gartenbaukin am 8. und 9. April 2019.


Die Fakten sind für Literatinnen/Autorinnen:


Lösungsansätze für Literatinnen/Autorinnen:


Gender pay gap verkleinern:

ig feministische autorinnen
(08.07.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich der Forderung Abschaffung fixer Sitze für Regierungsparteien in Kulturbeiräten an

die von der IG Kultur und der IG Autorinnen Autoren verfasst wurde.
 
Wir nehmen die versuchte Entsendung des Malers Manfred „Odin“ Wiesinger in den OÖ Landeskulturbeirat zum Anlass, um uns grundsätzlich gegen die fixe Besetzung von Sitzen durch Regierungsparteien in Kulturberatungsgremien auszusprechen. Die Ernennung von Kulturbeiräten muss ausschließlich auf der Grundlage von Vorschlägen und entsprechenden Qualifikationsnachweisen erfolgen.
 
Zentrales Kriterium für die Berufung in Kulturbeiräte hat die persönliche fachliche Befähigung zu sein, wie sie u.a. auch im OÖ Landeskulturförderungsgesetz für Beiratsmitglieder festgeschrieben ist, die nicht von Regierungsparteien entsendet werden. Ebenso ist ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis sowie eine angemessene Repräsentation von Regionen und Minderheiten in der Zusammensetzung einzuhalten.
 
Beiräte sprechen auf Basis ihrer fachlichen Fähigkeiten Empfehlungen aus, die von Ressortverantwortlichen bestätigt oder verworfen werden. Beiräte haben nur dann Sinn, wenn sie die ohnehin regierenden Parteien beraten, nicht, wenn sie als ihr verlängerter Arm dienen. Beiratsmitglieder müssen fachlich sowie von den persönlichen und organisatorischen Voraussetzungen her zu selbständigen Auseinandersetzungen und Entscheidungen in ihrem Aufgabenbereich in der Lage sein.
 
Wir wenden uns daher gegen Berufungen in Kulturbeiräte ohne Verpflichtung zu einem anderen Qualifikationsnachweis als den der parteipolitischen Zuordnung. Wir wenden uns insbesondere und mit Nachdruck gegen Beiräte, die sich als Auftragnehmer/innen politischer Parteien verstehen.
 
Die Ablehnung von Personen für Kulturbeiratstätigkeiten, die den demokratiepolitischen Grundkonsens durch menschenverachtende, demokratie- und verfassungsfeindliche Äußerungen und Aktivitäten in Zweifel ziehen, sollte eine demokratiepolitische Selbstverständlichkeit sein.
(18.05.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung hat "Die Erklärung DER VIELEN in der Republik Österreich" unterzeichnet

WIR SIND VIELE

Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung, in der viele unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Das Miteinander in einer Demokratie muss täglich neu verhandelt werden: Es geht um alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten.

Wir begreifen Kunst und Kultur und ihre Einrichtungen als offene Räume – Räume, die Vielfalt und Mehrdeutigkeit erfahrbar machen.

In Österreich wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert. Kunst und Kultur wurden zu menschenverachtenden Propagandazwecken missbraucht. Menschen wurden entwertet, ihrer Existenzgrundlage beraubt, sie wurden verfolgt, vertrieben, ermordet. Als Kunst- und Kulturakteur*innen in Österreich sind wir uns der aus der Geschichte resultierenden Verantwortung bewusst.

In der Republik Österreich steht die europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten im Verfassungsrang. Wer die europäische Menschenrechtskonvention und das rechtsstaatliche Prinzip außer Kraft zu setzen sucht, stellt die Grundpfeiler unseres demokratischen Gemeinwesens in Frage.

DIE VIELEN stehen für Vielfalt und Freiheit der Kunst. Wer dagegen polemisiert, die Vielfalt von Strukturen und Organisationen des Kunst- und Kulturbereiches gefährdet, in künstlerische Programme eingreift, durch die Androhung von Subventionskürzungen oder durch Streichungen inhaltlichen Druck auszuüben sucht, wer Veranstaltungen stört, gegen Kunst- und Kulturakteur*innen hetzt oder an einer Renationalisierung der Kultur arbeitet, widerspricht dieser gesellschaftlichen Vision und dem demokratischen Grundrecht auf Kunstfreiheit.

Wir, die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen, Kunst- und Kulturakteur*innen
 


Solidarität statt Privilegien.
Es geht um alle.
Kunst und Kultur bleiben frei.
(14.05.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich der Erklärung zur generellen politischen Freisprechung rechtsextremer Äußerungen, Medien und Propaganda durch den österreichischen Vizekanzler an,

die vom Vorstand der IG Autorinnen Autoren verfasst wurde.

Der Rechtsextremismus-Begriff der Regierungspartei FPÖ
Erklärung zur generellen politischen Freisprechung rechtsextremer Äußerungen, Medien und Propaganda durch den österreichischen Vizekanzler


Unter den vielen unerträglichen Wortmeldungen, die derzeit von freiheitlichen Politiker/inne/n ausgehen, sticht eine Äußerung des österreichischen FPÖ-Vizekanzlers Heinz Christian Strache ganz besonders hervor, die eigentlich nur eine erläuternde Nebenbemerkung zur Behauptung des angeblichen „Bevölkerungsaustausches“ in Österreich war.

Sie lautet: „Nur dort, wo jemand versucht, seine politischen Ziele mit Gewalt durchzusetzen, handelt es sich um Rechtsextremismus.“ Diese Äußerung erfordert entschieden mehr Widerspruch, als ihr bisher zuteil wurde, sie steht im klaren Gegensatz zur Verfassung und zum Strafrecht (Verbotsgesetz, Verhetzung usw.).

Wer immer etwas sagt, hat nach dem Rechtsverständnis des Vizekanzlers ja nur etwas gesagt, wer immer etwas veröffentlicht, veröffentlicht doch nur etwas, es ist kein Versuch, das Gesagte oder Veröffentlichte gewaltsam durchzusetzen. Das ist ein genereller Freibrief für jede Äußerung und Publikation rechtsextremen Gedankenguts.

Dass vor der rechtsextremen Gewalt die rechtsextreme Propaganda kommt, zeigen Geschichte und Gegenwart und auch der Anschlag von Christchurch unmissverständlich, dass Sprache Macht und Wirkung hat, darauf setzt die FPÖ ganz besonders. Also teilt der österreichische Vizekanzler mit seiner Äußerung etwas anderes mit. Er sendet ein Signal an das politisch rechte Europa der AfD, Putins, Le Pens, Salvinis oder Orbans und an die „Identitären“, die mit dem Begriff „Bevölkerungsaustausch“ gegen den UN-Migrationspakt ins Feld gezogen sind und dessen Unterzeichnung durch Österreich mit Hilfe der FPÖ verhindert haben.

Keiner der Genannten will eine geeinte, starke, demokratische EU, keiner von ihnen will mehr Demokratie, mehr Gerechtigkeit, Freiheit, Einigkeit, sie alle wollen zurück in die Vergangenheit autoritärer Vorgängerregierungen.

Wir warnen davor, Zeichensetzungen auf dem Weg dorthin, wie den Rechtsextremismus-Begriff des österreichischen Vizekanzlers, zu übergehen. Nationalisten, Chauvinisten und Rechtspopulisten haben Rechtsextremisten als Trittbrettfahrer und Steigbügelhalter.

Wir warnen vor billigem Populismus bei Distanzierungen und billigen Relativierungen: Keinem Extremismus darf gestattet werden, seine Begründung in einem anderen zu haben und kein Extremismus darf dazu dienen, einen anderen zu entschuldigen. Es ist vielmehr eine klare, partei- und konfessionsübergreifende Haltung und Sprache gegenüber jedem Versuch der Einschränkung und Beseitigung der Demokratie notwendig.
(06.05.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Friedrich Achleitner,

der am 27.03.2019 im 89. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf auf derstandard.at
(27.03.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich dem Aufruf Demokratie sichern - Pressefreiheit stärken der Plattform www.wirfuerdenorf.at an

Demokratie sichern
Pressefreiheit stärken
 
Die Pläne der Regierung mit dem ORF   
 
Unabhängige Redaktionen sind ein Kontrollinstrument für Politik und Wirtschaft. Sie sind dem Wohl der Allgemeinheit und den Menschenrechten verpflichtet und decken Lügen und Manipulationen auf. Öffentlich-rechtlichen Medien kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Die Regierung scheint andere Absichten zu verfolgen, Der ORF soll von ihr abhängig werden. Die Entwicklungen in den Nachbarstaaten zeigen: Regierungen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in ihre Abhängigkeit bringen, untergraben einen Grundpfeiler der Demokratie. 
 
Die Pläne der Regierung mit dem ORF: 
Eine Gefahr für objektive, überprüfbare Berichterstattung
 
Gerade weil sich der ORF aus Programmentgelten finanziert und ihm Gewinne untersagt sind, kann er seine demokratiepolitische Aufgabe erfüllen. So bildet er ein starkes Gegengewicht zu privaten Medienunternehmen, die im Interesse ihrer Investoren handeln, und zu kommerziellen Internetplattformen wie google oder facebook. 
 
Die Regierung will den ORF in seiner finanziellen Autonomie einschränken. Entweder durch eine Steuerfinanzierung, wie sie die FPÖ propagiert: damit würde aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein erpressbarer Staatsfunk, und jedes Jahr stünde der ORF bei Budgetverhandlungen als Bittsteller da. Oder durch Einschränkungen bei den Gebühren, um weitere Budget- und Personalkürzungen beim ORF durchzusetzen und ihn damit zu schwächen.
 
Die Pläne der Regierung mit dem ORF:
Eine Gefahr für die Unabhängigkeit von Journalist/inn/en und für die Pressefreiheit
 
Journalist/inn/en müssen über Tatsachen berichten und auch unangenehme Fragen stellen können, ohne diskreditiert zu werden oder um ihren Arbeitsplatz fürchten zu müssen. 
 
Die Regierung will Personalentscheidungen so beeinflussen, dass die politische Gefolgschaft über der redaktionellen Unabhängigkeit steht.
 
Die Pläne der Regierung mit dem ORF:
Eine Gefahr für die Präsentation der österreichischen Kultur in der Welt
 
Der ORF ist das Tor der österreichischen Kultur zur Welt, der Regionen und Menschen in Österreich, des österreichischen Films und der österreichischen Musik. Zigtausende Menschen unseres Landes kommen jedes Jahr in den Programmen des ORF zu Wort. Das ist der Auftrag des ORF. Kommerzielle Medien hingegen müssen senden, was ihnen Geld bringt. 
 
Die Regierung plant, den ORF in seiner Digitalvermarktung an die kommerziellen Sender zu binden und ihn damit in seinen Möglichkeiten einzuschränken. 
 
Die Pläne der Regierung mit dem ORF:
Eine Gefahr für die österreichische Kreativwirtschaft
 
Der ORF ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die Film- und Musikwirtschaft, für Literatur, Journalismus, Medienproduktion, die Werbewirtschaft und zahlreiche Zulieferer. 
 
Eine Kürzung des ORF Budgets würde einen Schneeballeffekt negativer ökonomischer Konsequenzen auf die österreichische Kreativwirtschaft auslösen.
 
Was wir wollen:
 
– Ein unabhängiges ORF-Aufsichtsgremium (Stiftungsrat) aus anerkannten Medienexpert/inn/en, Belegschaftsvertreter/inn/en und Repräsentant/inn/en aller Bereiche der Zivilgesellschaft. 
– Geheime Abstimmungen bei dessen Entscheidungen.
– Den Erhalt des ORF-Programmentgelts.
– ORF-interne Reformen, so dass ein höherer Anteil des ORF-Budgets in Programmarbeit fließt statt in unwirtschaftliche Neubauten oder ein Übermaß an teuren externen Beratungsleistungen.
– Finanziell und personell gut ausgestattete Redaktionen.
– Die Erhaltung der Eigenständigkeit des Hörfunks, Fernsehens und digitalen Auftritts sowie des Radiostandortes Funkhaus.
– Mehr Unterstützung für kommunale nicht-kommerzielle Radio- und Fernseharbeit.
 
Werden Sie selbst aktiv. Treten Sie mit uns für Pressefreiheit ein.
 
– Unterschreiben Sie unsere Parlamentarische Bürgerinitiative  https://www.parlament.gv.at/SEC/Zustimmen.shtml?ityp=BI&gpCode=XXVI&inr=57
– Verbreiten Sie den Aufruf in Ihrer Familie und Ihrem Freundeskreis. 
– Informieren Sie sich über Aktionen zum Mitmachen auf unsere Website  www.wirfuerdenorf.at.
(20.03.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Elizabeth T. Spira,

die in der Nacht auf den 09.03.2019 im 77. Lebensjahr verstorben ist.

Die Verabschiedung findet am 22.03.2019, 14:00 Uhr, am Wiener Zentralfriedhof, Halle 2 statt

Nachruf auf orf.at
(11.03.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Hans Haid,

der am 05.02.2019 im 80. Lebensjahr verstorben ist.

Die Verabschiedung findet am 08.02.2019 um 14:00 Uhr in der Pfarrkirche Längenfeld statt.

Nachruf auf orf.at
(07.02.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich dem Aufruf Herbert Kickl muss gehen, und zwar sofort der IG Autorinnen Autoren an

„Ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht“, dozierte Innenminister Herbert Kickl im ORF-Report vom 22.1.2019. Dieser Grundsatz galt tatsächlich in unseligen Zeiten, als etwa die NSDAP Rechtsorgane schriftlich anherrschte, es sei „völlig abwegig und ausgeschlossen, dass die Staatsanwaltschaft die Gesetzmäßigkeit von Maßnahmen der Verwaltungsbehörde oder einer Parteidienststelle überprüft“, die Mord und Totschlag zur Folge hatten.

Die Politik hat in der Demokratie das Recht ohne Wenn und Aber zu respektieren, die in der Verfassung festgelegten Prinzipien der Gewaltentrennung und Rechtsstaatlichkeit sind zu garantieren.

Österreichischen Parteien steht es frei, national und auf EU-Ebene für die Veränderung bestehender Gesetze um je nötige Mehrheiten zu werben. Wer allerdings das Völkerrecht aushebeln will, die Menschenrechtskonvention in Frage stellt und die Gewaltentrennung und Gleichheit vor dem Gesetz als Hindernis für seine Vorhaben begreift, ist als Innenminister untragbar. Herbert Kickl muss gehen, und zwar sofort.
(24.01.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Hilde Langthaler,

die am 22.01.2019 im 80. Lebensjahr verstorben ist.

Das Begräbnis findet statt am 11.02.2019 um 11:00, Heiligenstädter Friedhof (19., Wildgrubgasse 20)
(24.01.2019)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Elisabeth Wäger,

die am 02.01.2019 im 77. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf von Walter Fink
grashalme (für elisabeth wäger) von stephan eibel erzberg
(14.01.2019)