MITTEILUNGEN

Stellungnahme der Grazer Autorinnen Autorenversammlung zur Klimapolitik der Bundesregierung.

Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt.“, schrieb einst Bert Brecht im Exil der dreißiger Jahre angesichts der Verbrechen von Faschismus und Nazismus, doch längst wissen wir, was das für Zeiten sind, wo keinerlei Gespräch über Bäume  ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viel an Tatenlosigkeit einschließt – und diese Untätigkeit wird befördert von manchen, die uns glauben machen wollen, es gäbe keinen Grund, innezuhalten mit all dem, was den Boden unter unseren Füßen in Flammen aufgehen, die Wälder zu Asche zerfallen, die Donau austrocknen und die Ernte verdorren lässt, denn sie fürchten, dann nicht fortfahren zu können mit dem, was den Reichtum der Wenigen mehrt – und zwar auf Kosten des Elends aller. 

Viele sind nun gezwungen, vor dem Feuer aus ihrem Heim zu fliehen. Nicht wenige müssen in der Not ihr Vieh schlachten. Unzählige, die zu alt oder krank sind, um die Hitze ertragen zu können, sterben. Aber diejenigen, die nur ihrem Gewinn nachjagen, wollen nichts hören von der Notwendigkeit ihre Gier nach Kapital und nach Macht zu zügeln. Sie brennen darauf, neue Gebiete für ihren Absatz einzunehmen – wenn nötig mit Krieg.

Es genügt nicht: „Alle Wetter“, zu rufen und dem Schauer zu verfallen. Es hilft nichts, in Panik zu versinken. Verzweiflung wird nicht helfen. Wir können nicht weiterhin darauf bauen, dass der Markt allein alles regelt. Es gilt, jetzt und sofort zu handeln. 

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) fordert die Regierung auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen. Die GAV schließt sich deshalb den Forderungen des Appells an die österreichische Bundesregierung „Klimakrise: Keine Ausreden mehr – handeln Sie endlich!“ an.

 

  • Machen Sie Klimaschutz und Klimaanpassung zu einer politischen Priorität

  • Äußern Sie sich zur aktuellen Lage und führen Sie umfassende Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Hitze, Dürre und Extremwetter ein;

  • Sagen Sie Nein zur Abschwächung des europäischen Klimaschutzes: Der CO-Preis für Industrieunternehmen (EU-ETS) ist ein essentielles Klimaschutzinstrument. Setzen Sie sich für seine Weiterentwicklung statt für die aktuell diskutierte Abschwächung ein;

  • Bringen Sie unverzüglich ein wirksames Klimaschutzgesetz ins Parlament ein – mit verbindlichen Maßnahmen, klaren Zuständigkeiten und überprüfbaren Zielen;

  • Setzen Sie das im Regierungsprogramm vereinbarte Paket für Gebäudesanierung um. Wärmedämmung schützt die Menschen vor überhitzten Wohnungen und steigenden Heizkosten.

  • Stoppen Sie klimaschädlicher Subventionen für fossile Energieträger; 

  • Lassen Sie den Fortschritt beim Klimaschutz nicht länger an politischen Blockaden und kurzfristigen Interessen scheitern;

  • Erkennen Sie die Klimakrise als nationalen Notstand an und handeln Sie entsprechend.

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Monika Helfer,

die am 02. August 2026 im 79. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf von Ronald Pohl auf derstandard.at
(08.08.2026)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um VALIE EXPORT,

die am 14. Mai 2026 im 86. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf von Katharina Rustler auf derstandard.at

Die Verabschiedung findet am Dienstag, 30.06.2026, um 14:00 Uhr in der Friedhofskirche zum Hl. Karl Borromäus auf dem Wiener Zentralfriedhof (Eingang Tor 2) statt.
(14.05.2026)

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Zum Förderstopp für ZARA durch das Familienministerium

Wir, die Grazer Autorinnen Autorenversammlung, sind bestürzt, dass die Existenz einer Organisation wie ZARA (Vereins für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit), die einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Rassismus und/oder Hass im Netz leistet, nicht dauerhaft abgesichert ist. 
Gerade in einer Zeit, in der sprachliche Diskriminierungen und Hassbotschaften überhand nehmen, sind Projekte, die einerseits zur Stärkung und Unterstützung Betroffener beitragen und andererseits derartige Vorfälle dokumentieren und somit sichtbar machen, von großer, ja allergrößter Bedeutung.

Die jetzige Lösung zur Finanzierungssicherheit kann ein nur erster Schritt sein. Wir sind erleichtert, dass ZARA seine Tätigkeit fortsetzen kann, fordern aber die politisch Verantwortlichen auf, für eine dauerhafte Lösung Sorge zu tragen.

Uns als Schriftstellerinnen und Schriftstellern ist sehr bewusst, wie wichtig es ist, gegen sprachliche Gewalt und sprachliche Diskriminierung aufzutreten: Sprechen ist Handeln, auch im Netz. In einer Zeit, wo rassistische und diskriminierende Sprachhandlungen wieder salonfähig werden und sich vor allem, aber nicht nur, Mädchen und junge Frauen bedroht fühlen müssen, ist eine Organisation wie ZARA wahrlich unentbehrlich.
(27.07.2026)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Irmgard Perfahl,

die am 11. April 2026 im 105. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf von Richard Wall auf dem Blog der GAV OÖ
(13.04.2026)

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ZUVERDIENSTVERBOT AUFHEBEN!
Für eine adäquate Regelung bei Erwerbslosigkeit

Seit 1.1.2026 besteht bei Arbeitslosigkeit ein weitestgehendes Zuverdienstverbot. Dieses Verbot trifft Künstler/innen, Kultur- und Medienarbeiter/innen besonders hart. Sparpakete verschärfen die Situation zusätzlich. Die Politik scheint keine Eile damit zu haben, diese Neuregelung zureparieren. Wir haben diese Zeit nicht.

Einkommen in Kunst und Kultur kommen auf vielerlei Wegen zustande. Ein zentraler Bestandteil sind kurzfristige und kleinere Einkommen aus Lesungen, Drehtagen, Einzelauftritten an Theatern, aus Künstler/innengesprächen oder Abrechnungen aus Verwertungen. Geringfügige Tätigkeiten in Kunst und Kultur verhindern keine Vollzeitbeschäftigung, sie sind oftmals der Schlüssel dazu. Wer absagt, wird nicht mehr gefragt.

Soziale Sicherheit ist unter solchen Umständen überlebensnotwendig. Nicht nur, um überhaupt von etwas leben zu können, sondern auch um zu wissen: Wenn etwas schief geht, steht nicht sofort die ganze Existenz auf dem Spiel.

Für viele, die bisher geringfügig dazuverdient haben, bricht nundie Möglichkeit weg, Arbeitslosengeld zu beziehen. Dieser Wegfall istnicht laut. Und er führt nicht zu 1000fachen Fällen von Streichungen des Arbeitslosengeldes. Vielmehr führt er zu 1000fachen Fällen, in denen Künstler/innen ihre für ihre Berufe typischen kurzfristigen geringfügigen Beschäftigungen nicht mehr wahrnehmen können und ihre künstlerische Arbeit auf einkommenslose Tätigkeiten beschränken oder einstellen. Selbst das ist nicht immer möglich: Wer eine der automatischen Abrechnungen von Verwertungsgesellschaften erhält, wird mit dem Entzug des Arbeitslosengeldes bestraft.

Auch Auftrag- und Arbeitgeber/innen in der Kunst und Kultur sind von der Neuregelung betroffen, sie können Künstler/innen und Kulturarbeiter/innen ihrer Wahl, die unter das Zuverdienstverbot fallen, nur dann geringfügig engagieren, wenn diese in dieser Zeit nicht arbeitslos sind. Unddamit eigentlich nicht, weil deren Arbeitslosigkeit nicht vorherzusehen ist.

Soweit darf es nicht kommen. Das Zuverdienstverbot muss weg.
Es ist eine gravierende Verschlechterung der sozialen Lage der Künstler/innen, nicht die Verbesserung, die im Regierungsprogramm versprochen wurde. 

Die GAV unterstützt diesen Aufruf der IG Autorinnen Autoren und des Kulturrat Österreich.
(02.03.2026)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Wilfried Steiner,

der am 17. Feber 2026 im 66. Lebensjahr verstorben ist.
(19.02.2026)

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Das Blutvergiessen im Iran muss sofort enden!

#FreeIran 
Menschrechte, Freiheit, Gleichheit jetzt!

Wir fordern die Einhaltung der Menschenrechte, besonders das Recht auf Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Gleichberechtigung.
All diese Rechte werden im Iran schon seit Jahrzehnten mit Füssen getreten, die aktuelle blutige Eskalation durch den Iranischen Staatsapparat stellt aber alles bisherige in den Schatten.

Wir fordern die Österreichische Regierung und die Verantwortlichen der Europäischen Union auf, Druck auf den iranischen Unrechtsstaat auszuüben, damit das Blutvergiessen endet, die illegitimen Todesurteile aufgehoben und die Hinrichtungen gestoppt werden. Danach muss das Regime, das offensichtlich gänzlich den Rückhalt in der Bevölkerung verloren hat, einen friedlichen und geordneten Übergang zu demokratischen, freien und fairen Wahlen ermöglichen.
(15.01.2026)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Manfred Moser,

der, wie wir jetzt erst erfahren haben, bereits am 31. Dezember 2022 im 79. Lebensjahr verstorben ist.
(06.01.2026)