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bka Wien Kultur

MITTEILUNGEN

 

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung steht für freie Meinungs-Äußerung, freie Berichterstattung auch im Sinne der Menschenrechte, und fordert daher, die Verurteilung unserer Kollegen Wa Lone und Kyaw Soe Oo zu revidieren.

Wenn Schreibende, die auf mögliches Unrecht hinweisen, wegen deren Berichterstattung inhaftiert und verurteilt werden, muss es klar sein, dass sich ein solches Vorgehen gegen

a)    Freiheit der Rede
b)    Existenz der Demokratie/Wahrung der Menschenrechte in dem jeweiligen Gebiet richtet.

Wenn eine Demokratie nicht im Stande ist, Menschen, die über potentielle Missstände berichten als Bericht-Erstatterinnen zu sehen sondern als Feinde des Systems, ist es wohl nicht möglich, diese Systeme als Demokratie zu bezeichnen.
(Wir schließen für die aktuelle und weitere Zukunft Osterreich dezidiert mit ein.)

Es ist unannehmbar, dass Wa Lone und Kyaw Soe Oo wegen deren Recherchen zu dem Umgang mit den Rohinga in Myanmar zu Haftstrafen verurteilt wurden.
(04.09.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung solidarisiert sich mit dem ugandischen Musiker und oppositionellen Politiker Bobi Wine

Der ugandische Musiker und Oppositionspolitiker Bobi Wine, der vor kurzem angekündigt hatte, bei den nächsten Wahlen gegen den Langzeitpräsidenten Yoweri Museveni zu kandidieren, wurde am 15. August wegen angeblichen illegalen Waffenbesitzes festgenommen und im Gefängnis misshandelt, nach Protesten aus der Bevölkerung jedoch wieder freigelassen. Unmittelbar nach der Freilassung wurde er am 23. August erneut verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt, weshalb ihm jetzt in Uganda die Todesstrafe droht. Am 27. August wurde er gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen und aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes durch die Folter in ein Krankenhaus gebracht.

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung verurteilt Bobi Wines Inhaftierung und die Gewalt gegen ihn und seine Anhänger und fordert eine Untersuchung der Foltervorwürfe sowie ein Fallenlassen der haltlosen Anklage wegen Hochverrats.
(28.08.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Christine Nöstlinger,

die am 28. Juni 2018 im 81. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf von Michael Wurmitzer auf derstandard.at
(13.07.2018)

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Protestnote der Grazer Autorinnen Autorenversammlung zu bedenklichen Entwicklungen im österreichischen Förderwesen, aktuell beim Land Tirol

Aus aktuellem Anlass möchte die Grazer Autorinnen Autorenversammlung auf eine bedenkliche Entwicklung im österreichischen Förderwesen am Beispiel Land Tirol hinweisen. Laut einer Richtlinie zum Kulturförderungsgesetz soll ab sofort keine Doppelförderung eines Gegenstands in Form von Stipendien oder Druckkostenzuschüssen mehr gewährt werden; im Wortlaut laut §3 (4) lit. b der Richtlinie Kultur, beschlossen am 2. Mai 2018 durch die Landesregierung: „Nicht gefördert werden insbesondere: […] (b) die Gewährung von Stipendien und Druckkostenzuschüssen für denselben Gegenstand der Förderung.“
Der Grazer Autorinnen und Autorenversammlung wurden Fälle gemeldet, in denen das Land mit Hinweis, es gebe keine „Doppelförderung“ mehr, die betreffenden Verlage und AutorInnen vor die Wahl gestellt hat, sich für eine Förderart zu entscheiden; dass also etwa der Verlag für einen Druckkostenzuschuss für ein Buchprojekt ansucht oder aber die Autorin, der Autor sich um ein Arbeitsstipendium vom Land Tirol für die Arbeit am Manuskript bewirbt.
Es werden hier zwei grundsätzlich verschiedene Dinge vermischt: Das eine ist die Unterstützung der Druckkosten eines Buchprojekts, das andere ein Stipendium für ein in Arbeit befindliches Werk, ob und wo auch immer es dann veröffentlicht wird. Es kann nicht sein, dass vom Amt einfach angenommen wird, dass Autor und Verlag ein und dieselbe Stelle sind, als würde der Autor, die Autorin quasi als Angestellter des Verlags das Ansuchen stellen. Die Frage ist, ob auf diese Art in Zukunft die Interessen von Verlagen und AutorInnen gegeneinander ausgespielt werden sollen, und ob sich die Verlage in weiterer Folge etwa in Verlagsverträgen zusichern lassen, dass die Autorin, der Autor nicht für das gleiche Projekt bereits ein Arbeitsstipendium erhalten hat – und ob im Fall eines bereits gewährten Arbeitsstipendiums etwaige Buchprojekte wegen des entfallenden Druckkostenzuschusses mit ebendieser Begründung überhaupt gleich abgelehnt werden.
Gerade die österreichischen Verlage sind vielfach auf die Kulturförderung der Kommunen, der Länder und des Bundes angewiesen; ebenso sind Arbeitsstipendien für die österreichischen Autorinnen und Autoren für die Arbeit an ihren Büchern notwendig.

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung möchte hiermit gegen die neue, ab 2. Mai 2018 geltende Richtlinie zum Tiroler Kulturförderungsgesetz ihren Protest zum Ausdruck bringen, da hier unter dem Deckmantel von etwaigen geringen Einsparungsmöglichkeiten im Kulturbudget ein Keil zwischen AutorInnen und Verlagen zu treiben versucht wird, was auf Kosten des gesamten Literaturbetriebs gehen wird. Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung fordert daher die Tiroler Landesregierung sowie die für Kultur verantwortliche Landesrätin Frau Beate Palfrader auf, die Kulturrichtlinie so weit anzupassen, dass weder auf dem Rücken der AutorInnen noch auf jenem der Verlage eine Neiddebatte um etwaige Subventionen ausgefochten wird, sondern fordern die Kulturverantwortlichen des Landes auf, sowohl Subventionsmöglichkeiten für Verlage als auch für AutorInnen zu garantieren.
(21.06.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung ruft zur Teilnahme an der Kundgebung / dem Fest "Öffentliche Medienenquete – Die bessere Medienenquete" auf

und unterstützt die Forderungen der Initiative "Wir für den ORF"

Termin:
06.06.2018, 18:00 Uhr, Karlsplatz Wien

Unmittelbar vor der Medienenquete der Regierung am 7. und 8. 6. findet die bessere, größere, öffentliche Medienenquete statt - als Kundgebung mit Festcharakter.
         
Eine breite Allianz aus Organisationen und Einzelpersonen tritt für die Stärkung des öffentlich-rechtlichen Mediensektors und der Qualitätsmedien ein und schlägt konkrete Verbesserungsmöglichkeiten vor. Es gilt, einem Umbau des ORF zum willfährigen Instrument der Regierung und generell einer Gleichschaltung von Medien nach ungarischem Muster den Riegel vorzuschieben. Dass dies realistische Szenarien sind, beweisen zahlreiche Äußerungen von Regierungspolitikern. Wie auch die verbalen Drohgebärden des frisch gewählten ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Norbert Steger. Gegen all das gilt es die Stimme zu erheben.

Ziel der öffentlichen, besseren Medienenquete ist es, ein nachhaltiges Strategiepaper zur Medienzukunft Österreichs zu entwickeln. Vertreter/innen aller gesellschaftlichen Bereiche, darunter viele Kunst- und Kulturschaffende und Medienexpert/innen, nehmen an der Veranstaltung teil: mit Reden, Musik und visuellen Beiträgen.

Über das Medienthema hinaus soll die Veranstaltung (zivil-)gesellschaftliche Player aller Art enger miteinander in Verbindung bringen – für einen breiten Schulterschluss zur Stärkung der Demokratie.

Die Forderungen der öffentlichen, besseren Medienenquete sind:

– Die Unabhängigkeit der Medien schützen!
Politiker/innen müssen akzeptieren, dass Medien zwar zur Sachlichkeit und zur objektiven Wiedergabe aller Standpunkte, aber nicht zu Neutralität gegenüber jeder politischen Äußerung oder Handlung verpflichtet sind. Politik ist von Medien stets an höchsten menschenrechtlichen Standards zu messen und an ihrem Umgang mit allen Menschen, gleich welcher Herkunft und Lebenssituation.

– Presseförderung nur für Qualitätsjournalismus!
Kein öffentliches Geld für Boulevardmedien, zumal wenn sie mit Populismus und Hetze Quote machen. Um das zu gewährleisten, ist die Zusammensetzung der Vergabekommission zu ändern.

– Ja zu vernünftig eingesetzten Rundfunkgebühren.
Qualitätsjournalismus braucht viel Aufwand und ist nicht gratis. Daher: Der ORF darf auch nicht aus dem Bundesbudget statt aus Gebühren finanziert werden, denn er ist kein Regierungsfunk.

– Keine Zerschlagung des ORF. Kein Verkauf und keine Schließung von Sendern.

– Die ORF-Führung muss sich parteipolitischen Interessen endlich verweigern.

– Der ORF muss sich stärker auf den Kulturauftrag konzentrieren.
Daher auch: Keine Ausdünnung von ORF-Programmen und Umwandlungen von Sendungen zu Sendeflächen. Die Regionalprogramme haben genauso wie alle anderen Programme den öffentlich-rechtlichen Auftrag einzuhalten bzw. zu verwirklichen.

– Das Wiener Funkhaus muss bleiben – für eine Stadt der kurzen Wege.
 Der innerstädtischen Netzwerkknoten Funkhaus soll ausgebaut, nicht demoliert werden.

– Mehr ORF-Mittel ins Programm statt in Neubauten.
Das Absiedlungsprojekt bedeutet Verschwendung mehrerer Millionen Gebührengelder. Das Funkhaus in Wien zu erhalten, käme weitaus billiger.

–  Bessere Absicherung des nichtkommerziellen Privatrundfunks.
Nichtkommerzieller Privatrundfunk leistet österreichweit einen großen Beitrag zur Vermittlung von Medienbildung und Medienkompetenz, er trägt als einziger Rundfunkveranstalter der gesamten Sprachenvielfalt in der österreichischen Gesellschaft Rechnung. Entsprechend dieser Rolle muss ihm eine deutliche Aufwertung zuteil werden.

– Kein Meinungskauf.
Öffentliche Inserate nur bei Mindesterfüllung journalistischer Sorgfaltspflicht.

Veranstalter: Wir für den ORF

Infos und Programm: http://www.wirfuerdenorf.at/die-offentliche-bessere-medienenquete/
(05.06.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich der Erklärung Man muss die Dinge beim Namen nennen an,

die von der IG Autorinnen Autoren als gemeinsame Initiative der österreichischen Schriftsteller/innen/verbände und Literatureinrichtungen gestartet wurde.

Die österreichischen Autorinnen und Autoren waren sich schon immer der hohen Verantwortung bewusst, die diejenigen haben, die zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus das Wort ergreifen. Michael Köhlmeier hat sich diesem hohen Anspruch beim parlamentarischen "Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus" am 4. Mai 2018 im besonderen Ausmaß und mit größter Sorgfalt gestellt. Er hat in insgesamt 6,5 Minuten Redezeit vor den Festgästen und insbesondere vor dem vom Parlament eingeladenen Jugendlichen die Aufgabe übernommen, auf den heuchlerischen Umgang mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus einzugehen und er hat bei weitem nicht alle Belege dafür angeführt, die er anführen hätte können, dazu hat die Redezeit nicht gereicht.

In einer ersten Reaktion darauf warf die FPÖ Köhlmeier „Holocaust-Verharmlosung” und Aversionen des Autors gegen sie vor.

Ein weiteres wichtiges Thema der Rede Köhlmeiers war die Frage, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Handlung Grenzen überschritten werden, gegen die eine demokratische Gesellschaft die Pflicht hat aufzutreten. In diesem Zusammenhang hat er darauf verwiesen, dass es „auch damals schon Menschen gegeben (hat), die sich damit brüsteten, Fluchtrouten geschlossen zu haben.”

In ihren Protest gegen diese Passage machte die ÖVP aus diesem Verweis einen Vergleich: Eine Gleichstellung der Politik gegen illegale Migration mit der Ermordung von sechs Millionen Juden sei völlig inakzeptabel.
 
Auch diese Reaktion bestätigt die Richtigkeit und Notwendigkeit der Rede Köhlmeiers. Als viele Länder gegenüber jüdischen Flüchtlingen die Grenzen schlossen oder die Einreise extrem erschwerten, hatte der Holocaust noch nicht begonnen. Köhlmeiers Vergleich bezog sich auf diesen Umstand. Bedrohung für Leib und Leben war abzusehen, aber noch nicht konkret sichtbar. Es ist nichts als blanke Heuchelei, beim Schließen von Fluchtrouten wie der Balkan-Route von Maßnahmen zur Verhinderung von „illegaler Migration” zu reden und sich selbst dadurch freizusprechen, solcherart den Boden für menschenverachtende Politik zu bereiten.

Wir bedanken uns bei Michael Köhlmeier für seine ebenso unmissverständliche wie in den aufgezählten Fakten unwiderlegbare Rede und erwarten uns von der Politik Einsichten statt versuchter Faktenverdrehungen. Demokratische Politik erweist sich durch demokratische Haltungen und humanes Handeln, aus dieser Verantwortung ist keine Politik zu entlassen.
(07.05.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung stellt sich klar hinter ihren Kollegen Josef Winkler, gegen den eine Klage von Seiten der Freiheitlichen Partei Kärntens droht

Die Freiheitliche Partei droht nun einem Mitglied der GAV mit der Justiz, weil er der poetischen Idee folgt, zumindest die Urne von Jörg Haider ins Gefängnis zu stellen. Winkler protestiert so gegen eine Politik der Korruption, des Rassismus und der Hetze. Die Klage, die gegen ihn nun erhoben wird, beweist, wie recht er mit seinen Analysen hat. Die GAV ist froh, Josef Winkler zu ihren Mitgliedern zählen zu dürfen und solidarisiert sich mit ihm.
(27.04.2018) 

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Ingrid Wald,

die am 11.03.2018 im 76. Lebensjahr verstorben ist.

Die Verabschiedung findet am 04.04. um 15:00 Uhr in der Feuerhalle Simmering (ggü. 2. Tor Zentralfriedhof) statt.
Die Universum-Urnen-Beisetzung am 11.04. um 09:00 am Hietzinger Friedhof.
(12.03.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich folgendem AUFRUF ZUR TEILNAHME AN „CREATIVES UNITE“ an:

Am 10.März rufen wir zu CREATIVES UNITE auf! (14 Uhr) Einer Demo bei der wir in festlicher Stimmung durch die Wiener Innenstadt ziehen und auf die schwierige Situation der Kulturschaffenden aufmerksam machen wollen. Wir rufen alle kultur- und sozialpolitischen Akteur*innen sowie Kunstschaffende und Künstler*innen- Kollektive dazu auf daran teilzunehmen und uns gemeinsam für eine Verbesserung der Umstände stark zu machen.

Kommt, unterstützt unsere Initiative, mobilisiert euer Netzwerk!

Zahlreiche Kollektive und Institutionen nehmen teil und haben uns ihre Unterstützung zugesichert. Wir fordern die gesamte Gesellschaft dazu auf Verantwortung für Kunst und Kultur zu übernehmen und in weiterer Folge das bedingungslose Grundeinkommen. Wir möchten eine breite Bewegung für die Finanzierung von Kunst und Kultur aufbauen!

Wir fordern:

- mehr Finanzierung, Anerkennung und Unterstützung subkultureller Projekte
- Wertschätzung von LGBTI, Queer und feministischen Kulturprojekten
- 1€ pro Nächtigung für neuen Tourismus Kultur Fördertopf nach Berliner Modell
- Österreichische Stiftungs Gesetze zu Gunsten von Kulturförderung reformieren
- mehr Gesellschaftliche Partizipation #Mikromäzenatentum
- Unterstützung der Kampagne: #paytheartistnow von IG Bildende Kunst
- Unterstützung der Kampagne #istnötig
- Bedingungsloses Grundeinkommen

Wir möchten einer möglichst breiten Masse bewusst machen, dass ohne Selbstausbeutung ein Großteil der Kulturarbeit wegfallen würde. Nicht nur die Politik sondern die gesamte Gesellschaft trägt eine kulturelle Verantwortung die auch wahrgenommen werden muss. Unser Ansatz ist daher jener mit gezielten Kampagnen eine Bewegung zu schaffen die tatsächlich auch im Stande ist politischen Druck zu erzeugen.

Sei kreativ! Wir wollen die Vielfältigkeit der Szene in all ihren Facetten zeigen und in feierlicher Stimmung durch die Wiener Innenstadt ziehen. Instrumente, Soundsysteme, Kostüme, künstlerisch gestaltete Banner etc...lass deiner Fantasie freien Lauf.

Gemeinsam können wir etwas bewegen!!!

Folgende Route wurde mit der Polizeidirektion ausgemacht:
Treffpunkt: Platz der Menschenrechte, MQ - Querung Museumsplatz - Maria-Theresien- Platz - Äußeres Burgtor - Heldenplatz - Innerer Burghof - Michaelerplatz - Kohlmarkt - Tuchlauben - Hoher Markt - Marc-Aurel-Straße - Salzgries -
Abschluss: Concordiaplatz

ÜBER UNS:
DREISECHSFUENF ist ein junges, transdisziplinäres Kunstfestival und ein breites Netzwerk an Kulturschaffenden, das durch das Prinzip einer beschleunigten Ausstellungspraxis Verbindungen knüpft und Ressourcen teilt. Die Idee ist jene sich gegenseitig zu unterstützen um damit auch die Einzelnen zu entlasten.

Mehr Informationen über uns findet ihr auf www.dreisechsfuenf.com/
(07.03.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich der Initiative zur Bewahrung der Unabhängigkeit des ORF der IG Autorinnen Autoren an

Nicht der Pressedienst der Österreichischen Bundesregierung

Der ORF ist wie nie zuvor ist von Gleichschaltung und Zerschlagung bedroht. Die Regierung scheint fest entschlossen, ihn zukünftig lückenlos zu kontrollieren. Geplant ist die Zentralisierung, Aufteilung und Reduktion des ORF auf seine für Regierungsangelegenheiten nützlichen Funktionen.

Ob und wann das Funkhaus verkauft wird, hat in diesen Plänen keine primäre Bedeutung, Ziel ist die Konzentration der ORF-Programme in Regierungsreichweite am Küniglberg. Ö1 soll ausgehöhlt, FM4 abgeschafft, die attraktive Sendefrequenz von FM4 für einen der privaten Medienpartner der Regierung freigemacht und die Selbstvermarktung des ORF an den Zugang der privaten Konkurrenz zu den ORF-Werbeeinnahmen gebunden werden.

Teil der Übernahmestrategie ist die Austestung und Aufweichung von Widerständen sowie die Absegnung der Regierungspläne über eine große internationale Regierungs-Medien-Enquete im Vorfeld der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2018. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2019 spätestens soll dieser Prozess abgeschlossen sein und der ORF mit einem auf die Bedürfnisse der Regierung zugeschnittenen ORF-Gesetz, einer neuen Organisationsstruktur und einem neuen ORF-Generaldirektor endgültig das von der Regierung gewünschte Aussehen haben.

Dagegen wenden wir uns. Wir treten für einen wirtschaftlich eigenständigen und politisch unabhängigen ORF ein. Wir begrüßen jede Aktivität, die zum Ausbau seiner Unabhängigkeit und zur besseren Wahrnehmung seiner Kultur-, Bildungs- und Informationsaufgaben führt. Wir unterstützen alle Maßnahmen, die zur Erhaltung der großen Bedeutung des Wiener Funkhauses und seiner Hörfunkprogramme dienen.

Wir rufen dazu auf, sich mit uns gemeinsam für einen ORF einzusetzen, der ein Garant für Offenheit, Pluralität und Objektivität ist, für einen ORF, der durch seine verschiedenen Standorte und ihre jeweils eigenständigen Programme weiterhin die innere und äußere Medienfreiheit repräsentiert und einen unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen, wissenschaftlichen und publizistischen Lebens in Österreich darstellt.

Es gibt einen untrüglichen Beweis dafür, dass der ORF nicht der Regierung gehört, er wird von der Allgemeinheit durch die Rundfunkgebühr direkt finanziert. Aber auch wenn der ORF, was die Regierung derzeit ebenfalls überlegt, aus Steuermitteln finanziert werden würde, hätte sie kein Recht, den öffentlich-rechtlichen österreichischen Rundfunk für sich in Besitz zu nehmen und zu ihrem Medium zu machen. Wir werden jedem Versuch der Inbesitznahme des ORF durch die Regierung und jeder anderen Form seiner politischen Instrumentalisierung mit aller Vehemenz begegnen.

Kontaktdaten für Unterstützungserklärungen sowie für Anfragen: gr(at)literaturhaus(dot)at
Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren, Literaturhaus, 1070 Wien, Tel.: 01 526 20 44-13 oder -35.
(20.02.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Heinz R. Unger

der am 12. Feber 2018 im 80. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf auf derstandard.at
(13.02.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich folgendem Aufruf bezüglich der Lieder der Germania an

Aufruf von Gerhard Ruiss, Elfriede Jelinek und Peter Rosei

E r k l ä r u n g
Die Lieder der Germania

Die im Liederbuch der Germania enthaltenen Barbareien sind durch nichts zu relativieren.
Angeblich soll – wie vom Verfasser der Abhandlung „Das Waffenstudententum in Vergangenheit und Gegenwart“, Andreas Mölzer, im Radio zu hören war – es sich bei solchen Versen bzw. Liedern schlagender Verbindungen um „Jux“ oder „Spott“ handeln.

Nichts an diesen bekannt gewordenen Versen der Germania ist „Jux“ oder „Spott“. Sie verherrlichen den Massenmord und rufen zum Massenmord auf. Das sind nicht die Gesänge alterNazis, es sind die Lieder neuer Nazi-Generationen.

Es gibt keine harmlose Begründung, die die Existenz dieser Lieder in einem Studentenliederbuch erklären könnte. Literarisch-musikalische Werke wie die der Germania verstoßen nicht nur gegen das Wiederbetätigungsverbot, sie sind Verhetzung.

Es gibt keinen Allein-Verantwortlichen für sie, wie er angeblich gefunden wurde und sich den Behörden stellt. Das sind die Lieder einer schlagenden Verbindung und ihrer Vertreter. Diese sind die dafür rechtlich Verantwortlichen zu ungeteilter Hand und haben als solche die Konsequenzen
zu tragen.

Ihr Zweck ist, rechtsextremes Gedankengut an nächste Generationen weiterzugeben, ihre Funktion ist, das Denken in den Verbindungen in dieser Hinsicht zu „schulen“, sie sollen, wann und wo immer das möglich ist, gesungen werden. Wir fürchten, unter dem Deckmantel der Freiheit der Kunst, ein Einschleichen dieses Liedergutes und jener Gedanken, unter deren Herrschaft so viele unserer Vorgänger einen hohen Preis bezahlt haben.

Wir sehen es nicht nur als eine zentrale gesellschaftspolitische, sondern auch als eine zentrale kulturpolitische Aufgabe an, dieser Unterwanderung der Gesellschaft im Mantel literarisch-musikalischer Werke mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten und deren Absichten offenzulegen.

Solche Lieder und Verse wie die der Germania verfolgen keinerlei künstlerische Absicht, sie dienen allein dem ideologischen Zweck der Wiederbelebung und Durchsetzung nationalsozialistischen Gedankenguts, kurzum sie sind neo-nationalsozialistische Propaganda.

Wer diese Erklärung unterzeichnen kann und möchte, wird um die namentliche Bekanntgabe der Unterstützung in der Form Vorname, Familienname Beruf/Funktion Absenderort an gr(at)literaturhaus(dot)at (Gerhard Ruiss, Koordination) gebeten.
(31.01.2018)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Walter Pilar

der am 01. Jänner 2018 im 70. Lebensjahr verstorben ist.

Die Verabschiedung findet am Freitag, 12. Jänner 2018 um 11 Uhr im Urnenhain Urfahr statt.
Adresse: Mitterbergweg 17, 4040 Linz

Nachruf auf orf.at
(02.01.2018)

 

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung unterzeichnet folgenden Brief der GAV Oberösterreich

Sehr verehrter Herr Landeshauptmann Stelzer,

einem Porträt im Wirtschaftsmagazin „Die Macher“ entnehmen wir, dass uns eine Leidenschaft eint: das Lesen. Deswegen sind wir entsetzt über Ihre Entscheidung, die Literatur des von Ihnen regierten Landes an den Rand des Ruins zu führen. Von allen Sparten betreffen Ihre Kürzungen uns Schreibende, Lesende, Forschende am härtesten. Warum?

Das Land Oberösterreich streicht die ohnehin schon lächerlichen Förderungen der freien Literatur noch einmal um 34 Prozent. Dazu kommen heftige finanzielle Ausfälle, wenn sich die freien Kulturinitiativen und Gemeinden keine Lesungen mehr leisten können. Hat es schon bisher fast niemand geschafft, ausschließlich vom Schreiben zu leben, stehen die Chancen nun bald bei null.

Herr Landeshauptmann, das ist ein Affront gegen unsere Arbeit. Das sind keine Kürzungen, das ist ein Kahlschlag. Ist das IHR politischer Wille? Welchen Grund haben Sie, die literarische Landschaft zu zerstören? Wirtschaftliche Gründe können wir angesichts des Rekordexports und 100 Millionen an Mehreinnahmen keinesfalls akzeptieren. Den Ruin der freien Literatur dürfen Sie der Bevölkerung nicht als solidarischen Beitrag zur Zukunftssicherung vermitteln.

Erlauben Sie uns den Hinweis, dass Ihr Koalitionspartner permanent die deutsche Sprache zum Kriterium des Miteinander macht. Nun bringen Sie genau jene in existenzielle Nöte, die ihre Liebe zur deutschen Sprache zum Beruf und zur Berufung gemacht haben. Es sind wir – Autorinnen, Veranstalter, Forscherinnen, Lehrer, Bibliothekarinnen, Lektoren, Satirikerinnen, Kulturjournalisten, Poetry Slammerinnen –, die Essays, Reportagen und Bücher verfassen, die Workshops an Schulen abhalten, die in kleinen Büchereien am Land lesen, die Veranstaltungen ermöglichen, internationalen Austausch fördern.

Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit den KollegInnen anderer Sparten; mit den VertreterInnen der Volkskultur; mit den Eltern, die sich künftig die Nachmittagsbetreuung nicht mehr leisten können; mit den BürgerInnen mit Migrationshintergrund.
Wir möchten unsere Anliegen gerne in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen vertiefen und hoffen auf einen Terminvorschlag Ihrerseits.


Mit freundlichen, aber zornigen Grüßen:
Rudolf Habringer, Walter Kohl, Mag.a Dominika Meindl und Kurt Mitterndorfer

Grazer Autorinnen Autorenversammlung
Grazer Autorinnen Autorenversammlung, Regionalgruppe Oberösterreich

Die Initiative Kulturland Retten kann unter folgendem Link unterzeichnet werden: https://kulturlandretten.at
(20.11.2017)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Peter Gorsen

der am 09. November 2017 im 84. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf der Abteilung Kunstgeschichte der Universität für angewandte Kunst Wien
(16.11.2017)

 

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Ulrike Zemme

die am 14. November 2017 im 62. Lebensjahr verstorben ist.

Nachruf auf derstandard.at
(15.11.2017)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung schließt sich dem Aufruf Unsere Ministerien nicht in die Hände von Rechtsextremen! von SOS Mitmensch an

sowie der Einladung zur Lichterkette rund um das Regierungsviertel am 15. November

Treffpunkt: Mittwoch, 15. November
Pünktlich um 18.30 Uhr: Ballhausplatz, 1010 Wien

Bitte Mitbringen: Blinklichter, Fahrradlichter, Handylichter.

Darüber hinaus werden wir Fackelkerzen zur Verfügung stellen, solange der Vorrat reicht.

Der ganzen Aufruf sowie ein Plan für morgen ist hier zu finden: www.sosmitmensch.at/lichterkette-ministerien-nicht-in-haende-von-rechtsextremen
(14.11.2017)

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Die Generalversammlung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung solidarisiert sich mit dem Theater- und Filmregisseur Kirill Serebrennikov

und fordert die Behörden Russlands auf, den Hausarrest Serebrennikovs aufzuheben und für eine faire Untersuchung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu sorgen.
(21.10.2017)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung protestiert gegen den Kulturabbau beim ORF Vorarlberg

Beim Landesstudio Vorarlberg wird still und heimlich Kulturabbau betrieben. ORF Landesdirektor Markus Klement baut die Sendezeiten um, um Kultursendungen abzuschaffen

Nachdem vor einiger Zeit die Stelle der Leitung der Kulturabteilung beim ORF Vorarlberg nicht mehr nachbesetzt, sondern in eine Koordinationsstelle umfunktioniert wurde, wurde still und heimlich ein weiterer Schritt in Richtung Kulturabbau gesetzt, indem die Kulturredaktion dezimiert wird. Raphaela Rudigier, Karenzvertretung, allerdings seit fast zehn Jahren als Kulturredakteurin im ORF Landesstudio Vorarlberg tätig, wurde gekündigt. Sie deckte de facto alle Bereiche in der Kulturredaktion ab, hat moderiert, Radio, Fernsehen gemacht usw. Mit Claus Karitnig, seit 2001 in der Kulturabteilung bei Radio Vorarlberg tätig und Gestalter von Beiträgen für „Kultur nach 6“ und von Musiksendungen, wird die Zusammenarbeit nicht mehr fortgesetzt. Das Gleiche gilt für Ingrid Adamer, seit Oktober 1986 freie Mitarbeiterin beim ORF Vorarlberg und eine Koryphäe als Kulturredakteurin mit Schwerpunkt Bildende Kunst und Architektur und Gestalterin vorrangig von Ausstellungsberichten für „Kultur nach 6“. Die Nichtverlängerung der Zusammenarbeit kommt quasi einer Kündigung gleich.

Außerdem wurde die beliebte Sendung „Kultur nach 6“ um zwei Stunden nach hinten verlegt, und zwar auf kurz nach 20 Uhr, sodass die Einstellung dieses „Kulturmagazin“ programmiert ist. Durch diese Programmreform wird die Kultur insgesamt massiv geschwächt und KulturveranstalterInnen werden auf höchst unschöne Weise konkurrenziert. Klement setzt die Kulturberichtszeit so an, dass diese niemand mehr hören wird, da kurz nach 20 Uhr nicht unbedingt das Radio eingeschaltet wird: Um 20 Uhr findet bekannterweise das Konkurrenzprogramm statt – einerseits im Fernsehen mit diversen TV-Krimis, Serien, Gewinnspielen, Fußball u.a., andererseits live in den Theatern, Kinos, Lesungen usw.. Aus ist es nun mit einem Kulturvorabend, dem Kulturabende folgen können. Mit „Kultur nach 8“ schafft der Landesdirektor eine direkte Konkurrenz zu den abendlichen Kulturveranstaltungen. Dies bedeutet in weiterer Folge, dass durch die geringeren Einschaltquoten (die vom ORF selbst verschuldet sind) genau dies zum Anlass genommen werden wird, das Kulturprogramm in einem weiteren Schritt ganz zu eliminieren: Der Personalabbau als vorbereitende Maßnahme deutet bereits darauf hin.
Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung fordert den Direktor des ORF Vorarlberg, Markus Klement auf, eine sofortige Rückprogrammierung des Kulturmagazins vom Sendeplatz 20 Uhr auf die bewährte Sendezeit Kultur nach 6 zu veranlassen und fordert ihn darüber hinaus auf, der besonderen Rolle der Kunst und Kultur in Vorarlberg auch in der Anzahl der Beschäftigten im Kunst- und Kulturbereich im ORF Vorarlberg und mit entsprechenden Beiträgen gerecht zu werden, anstatt auf Textfläche mit Hitparaden zu setzen. Die Kündigungen bzw. Nichtverlängerungen der Arbeitsverträge mit den genannten MitarbeiterInnen sind für null und nichtig zu erklären.
(11.10.2017)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung macht dringlichst auf Doğan Akhanlıs Situation aufmerksam und fordert die Freilassung und Rehabilitierung aller rein politisch Gefangenen in der Türkei:

Der deutsche Schriftsteller Doğan Akhanlı wurde am 19. August in der spanischen Stadt Granada festgenommen, weil die türkische Justiz ihn aus politischen Gründen verfolgt und eine Auslieferung verlangt. Er wurde zwar in der Zwischenzeit unter Auflagen freigelassen, muss allerdings in den nächsten vierzig Tagen in Spanien bleiben, und er muss sich solange wöchentlich bei der Polizei melden. 
Akhanlı setzt sich nicht nur für die Unteilbarkeit der Menschenrechte ein, sondern auch für die Aufarbeitung des Völkermords an den Armeniern.
In den Jahren 2010 und 2011 hatte die türkische Justiz bereits ein politisch motiviertes Verfahren gegen ihn angestrengt, an dessen Ende Akhanlı jedoch freigesprochen werden musste. Zuvor hatte er mehrere Monate in Untersuchungshaft verbracht. 2013 wurde der Freispruch zum Entsetzen von Prozessbeobachtern jedoch wieder aufgehoben. In der Türkei selbst werden seit Monaten zahlreiche Journalistinnen und Journalisten inhaftiert. 
Wir fordern die sofortige Rehabilitierung von Doğan Akhanlı durch die spanischen Behörden. Auf keinen Fall darf Spanien Doğan Akhanlı an das türkische Regime ausliefern. Die Europäische Union darf der politischen Verfolgung des autoritären Regimes in der Türkei nicht zuarbeiten.
Wir fordern zudem die Freilassung und Rehabilitierung aller rein politischen Gefangenen in der Türkei.
(20.08.2017)
 
Aktueller Stand, 25.08.2017: www.zeit.de/politik/deutschland/2017-08/dogan-akhanli-interpol-tuerkei-fahndung-red-notice

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung trauert um Hansjörg Zauner,

der am 30.06.2017 völlig überraschend nach Komplikationen nach einer Hüftoperation 57-jährig verstorben ist.

"Einer der wohl vielseitigsten und risikofreudigsten Wort- wie Bildkünstler, Hansjörg Zauner (Jg. 1959), gebürtiger Salzburger, ist am Freitag, dem 30. Juni, im Wiener Wilhelminenspital plötzlich und völlig unerwartet verstorben.
Der in seinen Collagen wie Wortkunstwerken und Filmen in Schnipseln und Textkaskaden an eine Tradition anschloß, die hierzulande noch immer viel zu wenig Beachtung erfährt, hat sich keineswegs gescheut, diese auf seine Art voranzutreiben, skurrilste Wortschöpfungen aneinanderzureihen, die Eingeweide der Sprache quasi offenzulegen, bis auf kleinste Einheiten zu skelettieren.
Immer wird gewiß der Name des Autors mit seinem "Jolly" verbunden bleiben mit dem er für manche neuere Literatur- wie Filmgeschichte schrieb."
Gerhard Jaschke

Das Begräbnis findet statt am Montag, 10.7., 15.00 Uhr, am Evangelischen Friedhof Obertraun, Friedhofgasse.

Nachruf von Ronald Pohl auf derstandard.at
Artikel auf diepresse.com
(01.07.2017)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung bekräftigt ihr Nein zur Aushebelung des Demonstrationsrechts!,

und schließt sich damit folgender Stellungnahme der IG Autorinnen Autoren an.

Wir verwehren uns gegen die Aufweichung eines Grundrechts der Bürger und Bürgerinnen Österreichs: Wir lehnen eine Einschränkung des Demonstrationsrechts, die nun ohne Begutachtungsverfahrung im Eilverfahren durch das Parlament gebracht werden soll, auf das Entschiedenste ab! 
 
Die Ausweitung der „Schutzzonen“ sowie die Verlängerung der Anmeldefrist für Demonstrationen auf 48 Stunden bietet Raum für erhebliche Einschränkungen eines teuer erkämpften und historisch gewachsenen demokratischen Grundrechts. Dies geschieht ohne Notwendigkeit und in Hast, es ist nicht nur demokratiepolitisch fragwürdig, sondern auch äußerst unklug in Zeiten, wo immer mehr Menschen sich von den Institutionen der liberalen Demokratien zu wenig vertreten fühlen. Die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten bieten Handhaben gegen jeden Missbrauch der Grund- und Freiheitsrechte genug. 
 
Auch in Deutschland und in der Schweiz und in anderen Ländern Europas wurde das Versammlungsrecht zuletzt auf eine harte Probe gestellt, niemand denkt aber deshalb in diesen Ländern an eine Einschränkung des Versammlungsrechts. Die Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte ist nach wie vor ausschließlich ein politisches Mittel autoritärer Regierungen.
 
Wir verwehren uns gegen eine Politik, die bereit ist, Meinungs-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit anzugreifen und die Legitimation der demokratiepolitischen Institutionen – also ihre eigene – auszuhöhlen.
(27.03.2017)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung ist empört über die Hetze der Kronenzeitung

gegen die Autorinnen Stefanie Sargnagel, Lydia Haider und Maria Hofer. Letztlich richtet sich dieser Angriff gegen Literatur schlechthin. Die Krone wird mit 190.718,20 Euro Steuergeld Vertriebsförderung unterstützt. Die GAV fordert deshalb, die Unterstützung für die Kronenzeitung zu streichen und stattdessen dieses Geld in literarische Medien zu investieren, damit die Republik Österreich auf diese Weise unmissverständlich darlegt, eine Kulturnation sein zu wollen.
(12.03.2017)

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Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung sagt Nein zu der geplanten Aushebelung des Demonstrationsrechts!,

und schließt sich damit der Stellungnahme der IG Autorinnen Autoren an.

Nein zu der geplanten Aushebelung der Rechte der Bürgerinnen und Bürger Österreichs: Wir lehnen eine Einschränkung des Demonstrationsrechts auf das Entschiedenste ab! Geschäftsinteressen können nicht vor den demokratischen Grundrechten auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit und freie Meinungsäußerung stehen. 

Nein zur Haftung für Demonstrationsverantwortliche, niemand kann stellvertretend für andere haften, außer bei Unmündigen und Entmündigung.
 
Der Begriff „Geschäftsinteressen“, der das Demonstrationsrecht ausstechen soll, ist so weit gefasst, dass einem Missbrauch und einer de-facto-Rücknahme der Demonstrationsfreiheit Tür und Tor geöffnet würden. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern demokratiepolitisch äußerst unklug in Zeiten, wo immer mehr Menschen sich von den Institutionen der liberalen Demokratien zu wenig vertreten fühlen. 
 
Nein zum Überwachungsstaat, der unter schäbigen Vorwänden und mittels Ausnutzen von begründeten Zweifeln an gesellschaftspolitischen Entwicklungen ein Paket an Kontrollmaßnahmen und Verboten durchsetzen möchte.
 
Nein zu einer Politik, die Wirtschafts- und andere Lobbyinteressen über die unantastbaren Werte der Meinungs-, Versammlungs-, Presse- und Demonstrationsfreiheit zu stellen gewillt ist und die Legitimation der demokratiepolitischen Institutionen – also sich selbst – damit letztlich selbst aushöhlt.
 
Nein zu einer (Innen-)Politik, die demokratischen Grundrechten klar zuwiderläuft!
 
Gerhard Ruiss, Renate Welsh, Sylvia Treudl, O.P.Zier, Nils Jensen, Karin Ivancsics, Ludwig Laher, Gregor Fink, Hahnrei Wolf Käfer, Peter Paul Wiplinger, Manfred Chobot, Olga Flor
IG Autorinnen Autoren
 
Magdalena Knapp-Menzel, Geschäftsführerin, Petra Ganglbauer, Präsidentin
Grazer Autorinnen Autorenversammlung
 
Helmuth Niederle, Präsident, Doris Kloimstein, Generalsekretärin
Österreichischer PEN Club
(06.02.2017)

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Mit Entsetzen hört die GAV immer wieder von der Unterdrückung, der türkische Autoren und Autorinnen ausgesetzt sind.

Es ist bereits eine Kette an Verfolgungen, die seit Monaten jede Kritik in der Türkei einengt. Um so wichtiger ist es, die Solidarität mit den Schriftstellern und Schriftstellerinnen. Nun wurde am 29.12.2016 der prominente türkische Journalist und Buchautor Ahmet Şık von der türkischen Polizei festgenommen. "Ich werde festgenommen", so lautete sein letzter Tweet.

Mit rechtsstaatlichen Mitteln hat das Vorgehen der türkischen Behörden nichts zu tun. Wir verlangen die umgehende Freilassung von Ahmet Şık. Wir verlangen die umgehende Wiederherstellung der Grund- und Freiheitsrechte in der Türkei, allem voran der Kunst-, Wissenschafts- und Meinungsfreiheit.
(04.01.2017)