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Text von:
Simon Konttas

Der Bucklige

Meine Glieder sind verschoben,
doch mein Sinn ist vertikal,
tief ist in den Krampf verwoben,
drunten und auch weiter oben
eine Sehnsucht nach der Qual.

Meine Augen scharr’n behände
jeden Blick auf, wägen ihn
und wenn drunten in der Lende
sich versündigen die Hände,
hab’ ich’s ihnen schon verzieh’n.

Und mein Geist verzehrt die Blicke,
hält sie an der Kette fest,
bis sie reißen, diese Stricke,
bis ich, matter, bucklig nicke
und mich aller Trost verlässt.

Ich bin hässlich, sonderbarer
und doch weiß ich mehr als alle,
sehe tiefer, sehe klarer,
spüre, ja, ich weiß es, wahrer,
wenn ich in die Sehnsucht falle.