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bka Wien Kultur

MITGLIEDER

Text von:
Peter Pessl

aus: DO FORGIVE ME. Erzählung

Nichts. Zwei.
Das ist wahr.
Ich antworte mit der Verzögerung:
"Wir waren den Himmel.
Wir sind gekommen (vorbei). Wir sind Menschenleere. Zwei Sommer. Dass ich sie ansehe."
Du sagst: "Dass Du mich ansiehst. Ich blicke mich um. Wir sind nichts. Zweimal nichts. Wir stehen still. Dann sind wir fünfzehn. Wir sind äusserste Menschenleere. Das genügt."
Ich antworte: "Dass ich das weiss. Der Fluss. Das Kinn. Ich habe Dich angesehen. Wir waren nichts.
Do forgive me!"
Ich bewegte Dich im Schlaf. Der Raum in dem Du lagst war grün.
Der Hochwasser führende Fluss.
Das Gerümpel. Geschlossener Müll.

"Nichts. Zwei."
"Das ist wahr."
Während Du weggehst oder zu Boden siehst.
Du antwortest mit der Verzögerung:
"Wir waren den Himmel."
Wir sind gekommen (voran). Wir sind Menschenleere. Zwei Sommer. Diesen Feldern. Dass ich sie ansehe.
Ich sage: "Dass Du mich ansiehst. Ich blicke mich um. Wir sind nichts. Wir seien verdoppelt indem wir um uns sehen. Zweimal nichts. Wir stehen still. Ich schreie mit dir. Wir werden bewegt. Dann sind wir fünfzehn. Was ich aufnahm. Dazu das Fährschiff. Wir sind äusserste Menschenleere. Das genügt."
Du antwortest: "Dass ich das weiss. Der Hochwasser führende Fluss. Das stinkende Gerümpel. Geschlossener Müll. Das Kinn. Ich habe dich angesehen. Die braune Hand. Wir waren wiederum nichts. Ich bewegte Dich im Schlaf. Der Raum in dem Du lagst war grün von Zypressen. Do forgive me."

Quelle: Do Forgive Me, das fröhliche wohnzimmer - edition, Wien 2002